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Jugendlicher wegen Androhung eines Amoklaufs auf Facebook strafrechtlich verurteilt

Erstellt von Fachanwalt Karsten Gulden, LL.M.[email protected]
| Medienrecht

Das Amtsgericht Aachen, Az. 556 Ds-1 Js 11/12-48/12 hat einen Minderjährigen zur Ableistung von 20 Stunden Sozialdienst verurteilt, da dieser auf seinem Facebook-Account ankündigte, Amok zu laufen.

Das Amtsgericht Aachen, Az. 556 Ds-1 Js 11/12-48/12 hat einen Minderjährigen zur Ableistung von 20 Stunden Sozialdienst verurteilt, da dieser auf seinem Facebook-Account ankündigte, Amok zu laufen.

Der Schüler wurde zuvor von seinen Mitschülern gemobbt, die ihm nicht ernst gemeinte Freundschaftsanfragen zusendeten, um den Angeklagten zu provozieren. Daraufhin postete er folgenden Satz auf Facebook:

"Leute die ich so gar nicht leiden kann, haben fb (Facebook), wenn die mir fa (Freundschaftsanfragen) schicken, lauf ich Amok."

Der Richter am Amtsgericht Aachen sah hierin eine Straftat (Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten). 

Das Urteil ist kritisch zu sehen, da der Satz "…lauf ich Amok" aus dem Affekt heraus geäußert worden sein dürfte. Solche Gefühlsregungen sind der menschlichen Natur immanent. Anders wäre der Sachverhalt zu beurteilen, wenn der Schüler einen möglichen Amoklauf konkretisiert hätte. Hierfür gibt es keine Anhaltspunkte.

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