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Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2010 gesunken

Erstellt von Fachanwalt Karsten Gulden, LL.M.[email protected]
| Inkasso

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 31 998 gesunken. Dies meldete das Statistische Bundesamt in Verweis auf die Zahlen der deutschen Amtsgerichte in einer Pressemitteilung vom 10. März 2011.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 31 998 gesunken. Dies meldete das Statistische Bundesamt in Verweis auf die Zahlen der deutschen Amtsgerichte in einer Pressemitteilung vom 10. März 2011.

Zur Einordnung: Im Jahr 2009 hatten die Unternehmensinsolvenzen erstmals seit dem Jahr 2003 wieder zugenommen.

Anders sieht es bei den Verbraucherinsolvenzen aus. Diese stiegen im Jahr 2010 verglichen mit dem Vorjahr um 7,6 Prozent auf 108 798 Fälle.

Personen, die ehemals einer selbständigen Tätigkeit nachgingen, gingen 2010 seltener insolvent als im Vorjahr. 23 065 Fälle bedeuten einen Rückgang um 6,4 Prozent unter das Vorjahresniveau. Zum Hintergrund: Bei den ehemals selbstständig Tätigen ist bereits eine Insolvenz des Unternehmens vorausgegangen. Für sie gilt entsprechend den Verbrauchern die Möglichkeit der Restschuldbefreiung sowie der Stundung der Verfahrenskosten.

Die Gesamtzahl der Insolvenzen im Jahr 2010 liegt laut Statistischem Bundesamt bei

168 458 Fällen, eingeschlossen der 2 783 Nachlassinsolvenzen und der 1 814 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg der Gesamtzahl der Insolvenzen um 3,4 Prozent.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger im Jahr 2010 beziffern die Gerichte auf rund 39 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren dies 85 Millionen Euro, die bisher höchste Forderungssumme. Laut Statistischem Bundesamt war dies auf die Insolvenzen einiger bedeutender Unternehmen zurückzuführen.

Rund 131 000 Personen waren 2010 zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags bei den insolventen Unternehmen beschäftigt, wie das Statistische Bundesamt meldet. 2009 waren dies knapp 251 000 Arbeitnehmer. Allerdings weist das Statistische Bundesamt darauf hin, dass die Gerichte in beiden Jahren bei etwa 16 Prozent der insolventen Unternehmen keine Angaben über die Zahl der betroffenen Beschäftigten machen konnten.

2 534 Insolvenzen von Unternehmen wurden im Dezember 2010 gemeldet, ein Rückgang um 1,9 Prozent sowie 8 727 Insolvenzen von Verbrauchern, ein Zuwachs um 0,8 Prozent. Insgesamt erfassten die Gerichte 13 454 Insolvenzen. Das bedeutet ein Rückgang um 1 Prozent verglichen mit Dezember 2009.

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