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Schauspielervertrag
Persönlichkeitsrecht|Index

Schauspielerverträge sichern den Lebensunterhalt der Schauspieler und sind in der Film- oder Fernsehproduktion ein wichtiger Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Schauspielern und Filmemachern.

Die früher üblichen Studioverträge sind längst ebenso Geschichte wie die Filmklassiker der damaligen Zeit. Dennoch gibt es verschiedene Formen von Schauspielerverträgen, denn gerade diese bieten eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. So regeln Schauspielverträge Art und Dauer des Engagements, Pflichten des Schauspielers und des Produzenten und insbesondere die Vergütung. Teilweise existieren sogar Tarifverträge. Möglich ist die Vereinbarung einer Bruttopauschale. Weitere Drehtage werden sodann mit einer zusätzlichen Gage vergütet. Es gibt zudem befristete Verträge, wonach der Künstler einen zeitlich auf eine bestimmte Dauer befristeten Vertrag unter Zahlung eines regelmäßigen Entgeltes pro Drehtag oder für die Dauer des Drehs enthält.

Zumeist existiert eine angemessene, vom Erfolg der Film- oder Fernsehproduktion unabhängige Grundvergütung. Im Gegensatz dazu stehen No-Budget-Verträge, bei denen der Künstler kein Entgelt erhält. Die Gegenleistung besteht daher nur in der Werbewirkung und Akquise weiterer Engagements für den Schauspieler. Bekannt sind ebenfalls Komparsen- bzw. Kleindarstellerverträge, bei denen ebenfalls kein oder nur ein geringes Entgelt bezahlt wird. Gewarnt werden muss in diesem Zusammenhang vor sogenannten Buy-Out-Verträgen. Dabei handelt es sich nicht um einen urheberrechtlichen Nutzungsvertrag im eigentlichen Sinne, sondern um die Bezeichnung von Nutzungsverträgen, in denen sich die Verwerter gegen ein Pauschalhonorar sämtliche Nutzungsrechte einräumen lassen - gleichwohl ob sie zunächst etwas mit diesen Rechten anfangen können oder nicht.

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