Zum Hauptinhalt springen Zum Seiten-Footer springen

Unerwartet mildes Urteil für Cybermobbing mit tödlichem Ausgang

Von
Veröffentlicht am
Kategorie: Medienrecht
XingLinkedInFacebookTwitterE-Mail

Mobbing kann im Einzelfall aus einer ganzen Reihe von strafbaren Handlungen gegen das Opfer bestehen. In den USA wurde jetzt ein Mobber zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Mobbing kann im Einzelfall aus einer ganzen Reihe von strafbaren Handlungen gegen das Opfer bestehen. In den USA wurde jetzt ein Mobber zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Zu den Straftaten, derer sich(Cyber-) Mobber schuldig machen können, gehört oft auch die in den USA strafbare Diskriminierung. In den USA wurde nun ein ehemaliger Student angeklagt aufgrund dieser und einer Reihe weiterer Delikte wie der Einschüchterung. Der Angeklagte hatte einen Homosexuellen gemobbt, der zum Tatzeitpunkt sein Kommilitone und Zimmergenosse war. Im Anklagepunkt der Diskriminierung kam es zwar nicht zu einem Schuldspruch und auch der Tod des Opfers wurde dem Mobber nicht ausdrücklich angelastet; für andere Delikte jedoch, die der Mobber mit seiner Aktion begangen hatte, bekam er drei Jahre Gefängnis auf Bewährung, eine Geldstrafe sowie eine Arbeitsauflage und muss außerdem 30 Tage im Gefängnis absitzen. Damit fiel das Urteil milder aus, als nach dem bereits im März ergangenen Schuldspruch der Geschworenen erwartet worden war. 

Schwules Rendezvous heimlich gefilmt

Das Opfer hatte im September 2010 den indischen Studenten gebeten, ihm für einige Stunden die gemeinsame Unterkunft zu überlassen, da er Besuch erwartete. Dieser entsprach der Bitte, ließ aber während seiner Abwesenheit seine Webcam laufen.

Von einem Computer in einem anderen Zimmer aus beobachtete der Student mit einer Kommilitonin sodann seinen Mitbewohner über die eingeschaltete Webcam. Dieser bekam Besuch von einem Mann, mit dem er Zärtlichkeiten austauschte. Der ungetreue Zimmergenosse und die Kommilitonin schnitten die Bilder von der Webcam mit und veröffentlichten das so entstandene Video im Internet. Außerdem tratschte der indische Student via Twitter über das homosexuelle Treffen seines Opfers.

Die Netzgemeinde hatte ihren Spaß und feierte die beiden „Filmemacher“. Der so bloßgestellte Homosexuelle verkraftete jedoch das unfreiwillige Outing nicht und nahm sich das Leben, indem er von einer Brücke sprang.

Ansprechpartner

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht LL.M. und Mediator Karsten Gulden

Karsten Gulden ist Rechtsanwalt & Mediator; Mitgründer und Gesellschafter der Kanzlei gulden röttger rechtsanwälte, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht seit 2009, Wahlfachprüfer beim Justizministerium Mainz/Rheinland-Pfalz und Mitglied im NetzDG-Prüfausschuss der FSM.
Zudem ist er ein Familienmensch, der das Klettern, die Berge & das Campen liebt. Die meiste freie Zeit verbringt er mit der Familie & den Pferden in freier Natur.

karsten.guldenggr-law.LÖSCHEN.com
+49-6131-240950

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich

Kommentare

Keine Kommentare

gulden röttger rechtsanwälteKanzlei für Urheber- und Medienrecht *2005 Geistiges Eigentum Reputation Medien hat 4,90 von 5 Sternen233 Bewertungen auf ProvenExpert.com