Zum Hauptinhalt springen Zum Seiten-Footer springen

Fälligkeit einer Geldforderung
Vertragsrecht|Index

Fälligkeit einer Geldforderung

Unter dem Begriff Fälligkeit versteht man den Zeitpunkt, an dem der Schuldner spätestens seine Leistung – in der Regel die Zahlung – erbringen muss. Sofern ein bestimmter Zeitpunkt für die Fälligkeit nicht vertraglich vereinbart wurde, ist die Leistung sofort fällig und muss ohne schuldhaftes verzögern und unverzüglich geleistet werden.

Leistet der Schuldner zum Zeitpunkt der Fälligkeit und auf die danach folgende Mahnung nicht, tritt der Verzug ein. Dies ergibt sich aus § 286 BGB.

Ferner kommt der Schuldner einer Geldforderung spätestens in Verzug, wenn er nicht binnen 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang der Rechnung zahlt. Dies gilt gegenüber Verbrauchern jedoch nur, wenn sich dies aus der Rechnung ergibt. Der Rechnungssteller muss also in seiner Rechnung ausdrücklich auf diese Vorschrift nach § 286 (3) BGB hinweisen. Andernfalls kommt ein Verbraucher erst nach der Mahnung in Verzug.

Sobald sich der Schuldner – entweder durch die Mahnung oder nach Ablauf von 30 Tagen ohne Zahlung – in Verzug befindet, kann diesem sämtlicher Schäden, der durch den Verzug entsteht, als Schadenersatz berechnet werden.

(ak)

gulden röttger rechtsanwälte hat 4,84 von 5 Sternen |237 Bewertungen auf ProvenExpert.com