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Parteibezeichnungen im Vollstreckungs- und Mahnverfahren
Vertragsrecht|Index

Parteibezeichnungen im Vollstreckungs- und Mahnverfahren

In juristischen Verfahren haben sämtliche Parteien, die an einem solchen Verfahren beteiligt sind, ihre eigene Bezeichnung. Am bekanntesten sind die Parteien des Klageverfahrens, nämlich der Kläger – der die Klage ausbringt - und der Beklagte – der vom Kläger durch die Klage in Anspruch genommen wird.

Im Mahnverfahren, dass einen schnelleren Weg der Titulierung für Geldforderungen darstellt, heißen die Parteien Antragsteller (entspricht der Position des Klägers im Klageverfahren) und Antragsgegner (entspricht der Position des Beklagten im Klageverfahren). Der Antragsteller stellt den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides, der dann an den Antragsgegner zugestellt wird.

Sobald die Forderung rechtskräftig durch z. B. ein Urteil oder einen Vollstreckungsbescheid tituliert wurde, kann der Antragsteller des Mahnverfahrens das Zwangsvollstreckungsverfahren einleiten. Die Parteibezeichnung ändert sich sodann von Antragsteller zum Gläubiger und vom Antragsgegner zum Schuldner.

Der Begriff „Gläubiger“ stammt ursprünglich von dem italienischen Wort „Creditore“, welches auf das lateinische Wort „credere“ zurückgeht. Credere bedeutet vom lateinischen übersetzt „glauben“. Demnach glaubt der Gläubiger dem Zahlungspflichtigen, dass dieser auch die Zahlung für die erfolgte Dienstleistung oder Warenlieferung erbringen wird.

Der Schuldner wird oftmals – außerhalb der Zwangsvollstreckung – auch als Zahlungspflichtiger bezeichnet, da er verpflichtet ist aufgrund der zwischen ihm und dem Gläubiger bestehenden Rechtsbeziehung, dem Schuldverhältnis, die erhaltene Warenlieferung oder Dienstleistung zu zahlen.

(ak)

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