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Verzug des Schuldners
Vertragsrecht|Index

Verzug des Schuldners

Voraussetzung für eine anwaltliche Beitreibung – und der Erstattungsfähigkeit der entstehenden Kosten – ist zunächst, dass sich der Zahlungsschuldner in Verzug befindet.

Ziel ist nämlich nicht nur der Einzug der offenen Forderung, sondern auch die komplette Übernahme der Kosten des Forderungseinzugs.

In der Praxis wird oftmals darüber gestritten, ob sich der Schuldner bereits in Verzug befindet. Dieser unnötige Streit kann bereits durch eine geschickte Rechnungsstellung vermieden werden, bspw. durch einen Vermerk auf der Rechnung „Der Verzug tritt automatisch nach Ablauf von 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung ein“ oder durch die Festlegung eines Zahlungstags (bspw. zahlbar bis zum 12.07.2011).

Fehlt eine solche Regelung gerät der Schuldner spätestens in Verzug, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung zahlt. Verbraucher müssen auf diese Folge hingewiesen werden.

Durch eine anwaltliche Mahnung wird der säumige Schuldner nach Ablauf des Zahlungszieles nochmals außergerichtlich daran erinnert, zu zahlen. Der Schuldner befindet sich nun zweifelsfrei im Verzug.

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