Streaming-Dienste - Sind Musikstreaming-Dienste legal?

Streaming-Dienste - Sind Musikstreaming-Dienste legal?

Musikstreaming-Dienste sind immer mehr im Kommen. Zu den Bekanntesten gehören unter anderem „last.fm“, „simfy“ und „Grooveshark“.

Was macht sie für den Nutzer attraktiv?

Jeder der über einen Internetanschluss verfügt, kann sich kostenfrei bei diesen Diensten anmelden. Der Nutzer kann ohne die Wartezeit eines Downloads Musiktitel in einer Playlist zusammenstellen und jederzeit wiedergeben. Zwar ist bei einigen Plattformen nicht jeder Musiktitel für den „einfachen“ Nutzer kostenlos verfügbar, jedoch sind die Beiträge für sogenannte Premium-Mitgliedschaften relativ gering. So sind zum Beispiel bei der Plattform „simfy“ einige Titel einer Premium-Mitgliedschaft vorbehalten. Dies resultiert vor allem daraus, dass einige Rechteinhaber ihre geschützten Werke nicht für den kostenfreien Gebrauch zur Verfügung stellen möchten bzw. die Einnahmen aus der Bannerwerbung nicht als ausreichende Kompensation für bestimmte Titel oder für den Zugriff auf eine unbegrenzte Titelzahl angesehen wird.

Sind Musikstreaming-Dienste legal?

Streaming-Plattformen gelten innerhalb des deutschen Urheberrechts noch als Grauzone bzw. kommt es auf die konkrete Vertragsgestaltung an.

Für die Bestimmung der Legalität kommt es grundsätzlich auf die Ausgestaltung des Dienstes und die Vereinbarungen mit den Rechteinhabern an.

Werden die Inhalte von dem Dienst eingestellt, wie zum Beispiel bei simfy, und die eingestellten Inhalte nur in einem Umfang verfügbar gemacht, welcher dem Rahmen der Lizenzvereinbarungen mit den Rechteinhabern entspricht, ist ein Streaming-Dienst urheberrechtlich nicht zu beanstanden.

Werden die Inhalte ausschließlich von den Nutzern eingestellt, kann der Dienstanbieter nur bedingt überprüfen, ob die eingestellten Inhalte gegen das Urheberrecht verstoßen oder nicht. Der Anbieter ist dann dazu angehalten, die Inhalte, welche das Urheberrecht verletzen, zu sperren.

Aktuelle Auseinandersetzungen mit „Grooveshark“

„Grooveshark“ ist ein Unternehmen aus den USA, mit Sitz in Florida. Der Dienst bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, Inhalte in den Stream hochzuladen. Ähnlich der Videoplattform „Youtube“, stehen allen weiteren Nutzern die eingestellten „Werke“ zur Verfügung. Der Dienst selber gibt an, dass fast sämtliche Inhalte von Nutzern eingestellt worden seien.

In dieser Zugänglichmachung sehen einige Musikunternehmen eine Urheberrechtsverletzung. Wird ein urheberrechtlich geschütztes Werk Dritten zugänglich gemacht, ohne dass der Rechteinhaber sein Einverständnis erteilt hat, werden dessen Rechte verletzt.

Letztes Jahr hatte das Musikunternehmen EMI Music eine Klage gegen die Plattform Grooveshark eingereicht. Dieses Verfahren wurde zwar durch Abschluss einer Lizenzvereinbarung frühzeitig beendet, jedoch stehen nun weitere Verfahren bevor.

So hat die Universal Music Group im Januar gegen die Betreiberfirma Escape Media Klage erhoben. Ob dieses Verfahren einvernehmlich oder durch eine gerichtliche Entscheidung Erledigung findet, wird sich zeigen.

Übermittlung Ihrer Stimme...

Bewertungen: 4.7 von 5. 7 Stimme(n). Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.