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Cyber-Mobbing - Was ist Cybermobbing?
Welche Formen von Cybermobbing gibt es?

Cybermobbing ist Online-Belästigung. Es ist sozialer Terror durch neue Technologien und Cyber-Mobbing ist auf dem Vormarsch. Wenn die Opfer durch den Einsatz von neuer Technologien bedroht, gedemütigt, belästigt oder erniedrigt werden, dann spricht man von Cybermobbing oder Cyberbullying - eine Form des digitalen Missbrauchs. Es ist schädlich und kann gefährlich sein!

Ihr Ansprechpartner

Rechtsanwalt Tobias Röttger, Medienrecht LL.M. – zertifizierter Datenschutzbeauftragter

Cybermobbing: So können sich Betroffene wehren

Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung, Nötigung oder Belästigung über einen längeren Zeitraum mithilfe von elektronischen Kommunikationsmedien, beispielsweise via Smartphone, E-Mail, Website, Forum oder Chat: Das nennt man Cybermobbing.

Unter diesen Oberbegriff können die unterschiedlichsten Handlungen fallen, doch immer geht es darum, das Opfer zu kränken und auszugrenzen.

Überdurchschnittlich betroffen sind Mädchen und junge Frauen. Eine Umfrage der Kinderrechtsorganisation Plan International zum Weltmädchentag 2020 ergab Folgendes. 58 Prozent der befragten Mädchen und Frauen erfahren in sozialen Medien Beleidigung, Bedrohung und Diskriminierung – in Deutschland sogar 70 Prozent. Die meisten Angriffe ereigneten sich auf Instagram (45 Prozent) und Facebook (35 Prozent).
Die Folge: Fünf Prozent verlassen die Plattformen ganz, neun Prozent posten nichts mehr und elf Prozent sind weniger auf sozialen Medien aktiv.

Eine vom Bundesfamilienministerium zitierte Studie, die sich explizit mit Cybermobbing beschäftigt, spricht eine ähnliche Sprache:

„Acht Prozent der jugendlichen Internetnutzer zwischen 12 und 19 Jahren sind selbst bereits Opfer von Cybermobbing gewesen. Von jedem Fünften der Jugendlichen wurden schon einmal falsche oder beleidigende Sachen per Handy oder im Internet verbreitet. 34 Prozent der Befragten haben jemanden im Bekanntenkreis, der durch Cybermobbing fertiggemacht wurde.“

Mobbing im Internet hat verschiedene Gestalten

Einige typische – und leider sehr verbreitete – Erscheinungsformen:

  • Posten von diffamierenden Fotos und Videos, manchmal mit intimem Inhalt auf Facebook oder Instagramm
  • Öffentliches Beleidigen in Posts oder der Instagram-Story
  • Versenden von Nacktbildern via Whatsapp
  • Gründen von Diskussionsgruppen auf Facebook zwecks Lästerei
  • Diebstahl der Identität, um im Namen des Opfers Unwahrheiten zu verbreiten (beispielhaft: LG Memmingen Az.: 21 O 1761/13) oder online Geschäfte abzuschließen
  • Eigene Posts des Opfers aus dem Zusammenhang reißen
  • Erschleichen intimer Informationen mittels Schadsoftware zwecks Veröffentlichung

Wie äußert sich Cybermobbing?
Was sind die Folgen von Cybermobbing?

Mobbing als solches ist bestimmt genauso alt wie die Menschheit, mindestens aber gibt es das Phänomen schon solange es Schulhöfe gibt. Mit dem Internet und speziell sozialen Netzwerken hat sich aber ein für das Opfer entscheidender Umstand verändert: die Breitenwirkung. Die Beleidigung, die früher nur in einer Ecke des Schulhofs von den eigenen Klassenkameraden zu vernehmen war, nehmen heutzutage nicht nur die meisten Schüler der gesamten Schule, sondern auch die der Nachbarschule und unzählige Dritte wahr.

Die Breitenwirkung macht den Unterschied

Für das Opfer ist das in gleich mehrfacher Hinsicht bitter:

  • Es ist quasi unmöglich, nachzuvollziehen, wen und wie viele Personen eine herabwürdigende Nachricht oder ein privates Bild erreicht hat
  • Ehrverletzungen sind gerade wegen der Breitenwirkung deutlich intensiver
  • Kompromittierende Inhalte, die viel Aufmerksamkeit erhalten, werden in sozialen Netzwerken im schlimmsten Fall noch „gepusht“
  • Die vermeintliche Anonymität enthemmt Täter: Sie lassen sich zu umso härteren Attacken hinreißen
  • Inhalte restlos aus der Welt zu schaffen ist oft schwierig (Bsp.: Kettenbriefe bei Whatsapp)
  • Die Täter sind manchmal schwer zu ermitteln, besonders wenn sogenannte „Fake“-Accounts benutzt werden

Wie kann ich mich vor Cybermobbing schützen?

Spoiler vorab: Cybermobbing kann jeden treffen. Einige Vorsichtsmaßnahmen können aber das Risiko reduzieren, selbst Opfer gezielter Herabwürdigungen zu werden.

Speziell bei der Nutzung sozialer Netzwerke sollten einige Grundregeln immer eingehalten werden, um die eigene Angriffsfläche möglichst klein zu halten.

Machen Sie sich zunächst mit den Privatsphäre-Einstellungen des jeweiligen sozialen Netzwerkes vertraut. Sorgen Sie dafür, dass nur Freunde ihre privaten Postings sehen können und entscheiden sich am besten gegen ein öffentliches Profil. Akzeptieren Sie bei Facebook und anderen sozialen Medien nur Freundschaftsanfragen von Menschen, die Sie wirklich persönlich kennen. Überlegen Sie sich dann vor jedem Posting, ob Sie die jeweilige Information wirklich jedem einzelnen Menschen in Ihrer Freundesliste anvertrauen würden. Geht es um sehr private Themen oder gar Intimes verzichten Sie am besten ganz auf die Nutzung von sozialen Netzwerken – auch der Chat-Funktion – da alle dortigen Inhalte dauerhaft gespeichert werden und verbreitet werden könnten, sollte das Profil einmal gehackt werden.

Nun kann es natürlich trotz der Einhaltung dieser Regeln dazu kommen, dass man Opfer von Cybermobbing wird. Sofort stellt sich die Frage:

Was kann man gegen Cybermobbing tun?

Als Opfer einer derartigen Attacke sind Sie alles andere als machtlos – auch wenn sich dies zunächst so anfühlen mag. Wichtig ist es, besonnen zu bleiben und strategisch vorzugehen. Im Wesentlichen gibt es drei Ebenen auf denen Sie sich wehren können, die persönliche, die strafrechtliche und die zivilrechtliche Ebene.

Auf persönlichem Level geht es um die direkte Konfrontation des Täters. Suchen Sie auf einem nicht öffentlichen Kommunikationsdienst den Kontakt zum Täter und machen Sie unmissverständlich klar, dass Sie es nicht hinnehmen werden, wenn das Gegenüber sich weiter so verhält. Fordern Sie die sofortige Löschung aller Sie betreffenden Inhalte.

Beweise müssen gesichert werden

Wichtig: Zuvor sollten Sie selbst aber mögliche Beweise gesichert haben, etwa in Form von Screenshots. Das ist wichtig, um später gegebenenfalls rechtlich gegen den Täter vorgehen zu können. Ist der Täter schon von Anfang an nicht ermittelbar oder nur unter einem Pseudonym kontaktierbar, hilft es, sich an das jeweilige Netzwerk direkt zu wenden. Nach § 14 Abs. 3 TMG iVm. § 242 BGB haben von Ehrverletzungen Betroffene einen direkten Auskunftsanspruch gegen Plattformen wie Facebook über die Identität des Täters. Aktuelles Beispiel: Die Politikerin Renate Künast (Grüne) hatte gegen Facebook geklagt und sich auf diesen Anspruch berufen. Ihr Fall erhielt besonders fiel Aufmerksamkeit, denn das Landgericht Berlin ließ den Tätern teils schlimmste Beleidigungen durchgehen, bis es sich später zum Teil selbst korrigierte.

Zeigt sich der Täter nicht kooperativ, kann auch eine Beschwerde nach dem NetzDG direkt bei Facebook helfen, verletzende Inhalte durch die Plattform selbst löschen zu lassen.

Wie wehrt man sich vor Gericht gegen Cybermobbing?
Welche Ansprüche stehen mir zu?

Die oben genannten Ansprüche gegen den Provider lassen sich vor einem Zivilgericht geltend machen. Ebenso ist es möglich, sofern dieser bekannt ist, gegen den Täter selbst zu klagen. Dabei sind verschiedene Ziele zu unterscheiden, die mit dem jeweils passenden Anspruch verfolgt werden können.

Schadensbegrenzung mit dem Löschungsanspruch

Das allgemeine Persönlichkeitsrecht eines jeden Menschen wird in Deutschland mittels Art. 2 Abs. 1 iVm. Art. 1 Abs. 1 GG geschützt. Die Weitergabe von intimen Informationen oder die Verbreitung beleidigender Lügen kann hier im digitalen Bereich einen sogenannten Löschungsanspruch begründen. Die Idee dahinter: Wer das Persönlichkeitsrecht rechtswidrig verletzt, muss damit nicht nur aufhören, sondern auch die Folgen seines Handelns so gut es geht beseitigen. Aus § 823 I iVm. § 249 I BGB leitet die Rechtsprechung ab, dass der Täter gegebenenfalls auch auf Dritte einwirken muss, Daten zu löschen, wenn deren Verbreitung mittlerweile seinem eigenen Zugriff entzogen ist. Er muss sich dann zum Beispiel mit Google auseinandersetzen, damit die Suchmaschine bestimmte Einträge nicht mehr anzeigt.

Für die Zukunft: der Unterlassungsanspruch

Im engen Zusammenhang dazu steht der Unterlassungsanspruch aus § 1004 BGB analog. Der Täter darf das Persönlichkeitsrecht des Opfers in Zukunft nicht mehr verletzen, ohne eine hohe Geldstrafe zu zahlen. Bei einem Unterlassungsanspruch muss die Gefahr einer Wiederholung der verletzenden Handlung gegeben sein. Diese Gefahr wird aber schon dann angenommen, wenn eine solche Verletzung bereits eingetreten ist.

Schadensersatz

Theoretisch kann einem Cybermobbing-Opfer auch ein Anspruch auf Schadensersatz zustehen. Das setzt aber voraus, dass dieses wirklich nachweisen kann, dass ein konkret bezifferbarer Vermögensschaden entstanden ist. Das ist in der Regel schwierig, insbesondere deshalb, weil nur solche Schäden ersetzt werden, die adäquat-kausal auf der Handlung des Täters beruhen. Zu Deutsch: Der Schaden muss sich auf ein bestimmtes Ereignis zurückführen lassen. Je mehr kleinere Sticheleien es über einen längeren Zeitraum sind, desto schwerer wird es sein, diesen Nachweis zu führen.

Entstehen Anwaltskosten oder Kosten dafür, dass das Opfer sich mit den Plattformen selbst herumstreiten musste, können diese aber häufig ersetzt werden (OLG München Az.: 6 U 444/14).

Geldentschädigung

Begrifflich zu trennen ist davon der sogenannte Geldentschädigungsanspruch. Dieser von der Rechtsprechung anerkannte Anspruch soll Opfern besonders schwerwiegender Persönlichkeitsrechtsverletzungen zumindest finanziell etwas Genugtuung verschaffen und zugleich den Täter vor weiteren Persönlichkeitsrechtverletzungen abschrecken. An diesen Anspruch ist bei Verletzungen der Intimsphäre zu denken, etwa wenn Nacktfotos versendet wurden.

Um diese Ansprüche durchzusetzen, ist es sinnvoll, die Hilfe eines spezialisierten Rechtsanwalts hinzuzuziehen. Das gilt vor allem dann, wenn das Mobbing strafbare Ausmaße angenommen hat. Hier passiert es immer wieder, dass Opfer menschlich vollkommen nachvollziehbar, aber überhastet und falsch reagieren, sodass wichtige Beweise verloren gehen. Diese so wichtigen Beweise zu sichern hilft ein Fachanwalt im Vorfeld einer möglichen Klage.

Kann man jemanden für Cybermobbing anzeigen?

In unserem Strafgesetzbuch gibt es keinen Tatbestand mit dem Titel „Cybermobbing“. Nichtdestotrotz ist Cybermobbing oft aus gleich mehreren Gründen strafbar. Je nachdem was ein Täter genau tut, verwirklicht er durch sein Verhalten gegebenenfalls mehrere Straftatbestände. Ja, es ist also möglich, eine Person die Cybermobbing betreibt anzuzeigen beziehungsweise einen entsprechenden Strafantrag zu stellen.

Die folgenden Straftaten werden beim Cybermobbing am häufigsten begangen:

Beleidigung (§ 185 StGB)

Die klassische „Ehrverletzung“. Die Rechtsprechung geht von einer strafbaren Beleidigung aus, wenn jemand seine Missachtung beziehungsweise Nichtachtung eines anderen Menschen kundtut. Hand in Hand geht eine Beleidigung mit einer Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Die üblichen Schimpfwörter erfüllen den Tatbestand meistens. Wichtig zu wissen: Das Opfer muss einen Strafantrag stellen, was sich aus § 194 ergibt. Gemeint ist damit das Verlangen einer Person, dass ein anderer wegen einer bestimmten Tat strafrechtlich verfolgt wird. Bei einer bloßen Strafanzeige wird ein möglicherweise strafbares Verhalten lediglich mitgeteilt.

Üble Nachrede (§ 186 StGB)

Eine üble Nachrede begeht, wer über einen anderen eine Tatsache verbreitet, die ihn in der Öffentlichkeit schlecht dastehen lässt und „nicht erweislich wahr ist“. Daraus ergibt sich, dass derjenige, der etwas behauptet, nachweisen muss, dass die Behauptung stimmt. Strafbar ist hier das Verbreiten unwahrer Tatsachenbehauptungen. Die sogenannte Beweislast, dass etwas nicht unwahr ist, trägt hier der Täter. Ausrufe ins Blaue hinein, die einem anderen Schaden können, sind also auch manchmal strafbar.

Verleumdung (§ 187 StGB)

Diese Straftat ist gewissermaßen die Steigerung der Üblen Nachrede. Der Täter ist sich der Unwahrheit seiner Aussage bewusst und tut sie „wider besseren Wissens“ trotzdem kund.

Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes (§ 201 StGB)

Wer sich einem anderen privat anvertraut, soll darauf vertrauen dürfen, dass das hier gesprochene Wort nicht mitgeschnitten wird oder eine davon gemachte Aufnahme anderen Menschen zugespielt wird. Der Tatbestand ist zum Beispiel erfüllt, wenn eine persönliche Sprachnachricht weitergeleitet oder im Internet hochgeladen wird.

Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen (§ 201a StGB)

Auf der Toilette oder in einer Umkleidekabine will nun wirklich niemand gefilmt werden. Wer dies bei einem anderen dennoch tut – oder eine solche Aufnahme jemandem weiterleitet - macht sich strafbar. Die Gesetzesnorm schützt vor Aufnahmen „in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum“. Es geht also immer um die Intimsphäre. Das Verbreiten von Nacktbildern ist auch nach dieser Norm strafbar.

Nötigung (§ 240 StGB)

Hier geht es um die Freiheit der Willensentschließung und –betätigung. Der Täter will das Opfer zu einer bestimmten Verhaltensweise nötigen. Um sein Ziel zu erreichen, bedient sich der Täter der Gewalt oder Drohung.

Eine strafbare Nötigung liegt vor, wenn der Täter beispielsweise sagt: „Du machst jetzt, was ich sage, oder ich veröffentliche deine Privatnachrichten“

Erpressung (§ 253 StGB)

Wie bei der Nötigung kommen hier Gewalt oder Drohung zum Einsatz, mittels derer sich der Täter am Vermögen des Opfers vergreifen möchte. Für eine Erpressung muss der letzte Fall nur leicht abgewandelt werden: „Du gibst mir jetzt 50 Euro, oder ich veröffentliche deine Privatnachrichten“. Im Unterschied zur Nötigung ist das Strafmaß hier deutlich höher.

Bedrohung (§ 241 StGB)

Eine Bedrohung ist das Inaussichtstellen eines Verbrechens, welches entweder gegen den Bedrohten selbst oder gegen nahestehende Personen verübt werden soll. Verbrechen sind, im Gegensatz zum Vergehen, Straftaten mit einer Mindeststrafe von einem Jahr (§ 12 Abs. 1 StGB).

Droht der Täter beispielsweise damit, dem Opfer die Augen auszustechen (§ 226 Abs. 1 Nr. 1 StGB) oder es gar zu töten (§ 212 StGB), liegt eine strafrechtliche Bedrohung vor.

Nachstellung (§ 238 StGB)

Gemeint ist „Stalking“.  Bestraft wird, wer jemandem in einer Weise unbefugt nachstellt, die geeignet ist, deren Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen. Der Täter schafft hier ein dem Opfer unerwünschtes Näheverhältnis. Die Beispiele, die das Gesetz selbst auflistet, sind sehr anschaulich.

Strafbar ist, wer das Leben des Opfers in der oben beschriebenen Weise beeinträchtigt, indem er

1.     die räumliche Nähe dieser Person aufsucht,
2.     unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu dieser Person herzustellen versucht,
3.     unter missbräuchlicher Verwendung von personenbezogenen Daten dieser Person
    a)     Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für sie aufgibt oder
    b)     Dritte veranlasst, Kontakt mit ihr aufzunehmen, oder
4.     diese Person mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit ihrer selbst, eines ihrer Angehörigen oder einer anderen ihr nahestehenden Person bedroht oder
5.     eine andere vergleichbare Handlung vornimmt.

Hier kann im Kontext des Cybermobbings die Schwelle vom Ärgern zum strafbaren Nachstellen schnell überschritten sein, wenn sich das Ganze über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Gewaltdarstellung (§ 131 StGB)

Verboten ist in Deutschland auch die Herstellung, Verbreitung, und Veröffentlichung gewalttätiger Aufnahmen. Prügelattacke gefilmt, ins Netz gestellt oder per Whatsapp verschickt – strafbar.

Welche Folgen hat Cybermobbing für die Täter?
Was sind die Strafen für Cybermobbing?

Die Strafe für Cybermobbing hängt immer davon ab, wie genau sie vonstattengeht. Während der Täter bei einer bloßen Beleidigung meistens mit einer Geldstrafe rechnen muss, sind in extremen Fällen der Schikane auch Freiheitsstrafen möglich. Die Höchststrafe für das beschriebene Stalking liegt bei drei Jahren, bei Erpressung sogar bei fünf Jahren. Wer sich nach § 201a StGB strafbar macht, weil er Nacktfotos aufnimmt oder verschickt, begeht ebenfalls alles andere als ein Kavaliersdelikt, sondern weckt das Interesse des Staatsanwalts – hier drohen bis zu zwei Jahre Gefängnis.

Ansprechpartner
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Tobias Röttger

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gulden röttger rechtsanwälteKanzlei für Urheber- und Medienrecht *2005 Geistiges Eigentum Reputation Medien hat 4,92 von 5 Sternen234 Bewertungen auf ProvenExpert.com