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Rufmord
Was ist Rufmord und was können Sie dagegen unternehmen?

Veröffentlicht am

Wir erklären auf dieser Seite, was ein Rufmord im Internet ist, was Opfer eines Rufmordes tun sollten und wie wir helfen können.

Was ist Rufmord?

Von einem Rufmord spricht man, wenn es zu Äußerungen kommt, die das Ansehen von Menschen und Unternehmen verletzen.

Beispiele:

  • unwahre Tatsachen und Falschbehauptungen werden verbreitet
  • unzulässige Verdachtsberichterstattungen (die V. ist nur unter sehr stregen Voraussetzungen zulässig, die meist von den Journalisten nicht eingehalten werden)
  • unzulässige Veröffentlichung von Betriebsgeheimnissen
  • keine Anonymisierung des betroffenen Unternehmens, des Geschäftsführers oder der Mitarbeiter
  • unvollständige Berichterstattung (es werden Tatsachen und Fakten verschwiegen)
  • Schmähkritik (dem Täter geht es allein um die Verächtlichmachung der Person oder des Unternehmes)

In solchen Fällen stehen den Opfern umfangreiche presse- und medienrechtliche Ansprüche zu. Ein Medienanwalt kann helfen, die richtigen Schritte einzuleiten.

 

Sie sind Opfer eines Rufmordes?
Kontaktieren Sie uns. Wir können Ihnen helfen.

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Wann ist Rufmord strafbar?

Es gibt keinen Rufmord-Paragrafen oder ein Rufmord-Gesetz. Wenn jedoch jemand verleumdet wird oder Gerüchte verbreitet werden, die nicht stimmen, haben wir es meist mit einem Rufmord zu tun. Das kann dann strafbar sein.

Beispiele 

  1. Verleumdung § 187 StGB (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 5 Jahre)
  2. Üble Nachrede § 186 StGB (Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis 2 Jahre)

Was ist der Unterschied zwischen Verleumdung und Übler Nachrede?

Wegen Verleumdung macht sich strafbar, wer Tatsachen über eine Person verbreitet, obwohl er genau weiß, dass diese unwahr sind.

Beispiele Verleumdung / Rufmord

„Die sind zahlungsunfähig“

„die Mitarbeiter werden unter Tarif bezahlt“

„der ist HIV-positiv“

„der ist mit dem Corona Virus infiziert“

„der ist ein Straftäter“

 

 Bei der Üblen Nachrede hingegen werden Gerüchte verbreitet oder behauptet, ohne dass der Täter weiß, ob diese tatsächlich stimmen.

Beispiele Üble Nachrede / Rufmord

„der fährt doch bestimmt immer besoffen Auto“

„der zahlt doch bestimmt keine Steuern“

„der schlägt doch seine Frau“

„der steht doch auf kleine Mädchen / Jungs“

 

Was Opfer im Falles eines Rufmords tun sollten
Was können Betroffene im Falle eines Rufmords tun?

Opfer eines Rufmordes sollten Ruhe bewahren und drei Schritte befolgen: 

  1. Beweise sichern (Atomshot)

Es ist wichtig, die Beweise des Rufmordes zu sichern. Zum Einen, damit der Rufmord beendet werden. Zum anderen ist es wichtig die Beweise zu sichern, um die Täter juristisch zu verfolgen.2

     2. Detektei einschalten / Rechtsanwalt einschalten

Erfahrungsgemäß ist den Opfern eines Rufmordes anzuraten, den Fall direkt an einen Profi abzugeben. Oft sind Emotionen im Spiel, die zu Reaktionen seitens der Opfer führen, die nachteilig sind. Ein Rechtsanwalt oder ein Internetdetektiv können helfen, den Rufmord professionell anzugehen. Unsere Kanzlei arbeitet eng mit einem spezialisierten und sehr erfahrenen Internetdetektiven zusammen, wenn es darum geht, den Rufmord zu stoppen.

     3. schweigen gegenüber den Tätern, Presse und Medien (nur über Rechtsanwalt oder andere Berater)

Betroffene eines Rufmordes sollten Außenstehenden keine Details mitteilen. Dies gefährdet oftmals die Aufklärung und die Ermittlungen.

Ist der Rufmord gestoppt, geht es an die juristische Nachbetreuung. Den Opfern stehen sehr viele rechtliche Ansprüche gegen die Täter zu.

Eine Rufschädigung kann sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Folgen nach sich ziehen.

Liegt beispielsweise der Fall einer Verleumdung oder eine üble Nachrede vor, können Betroffene Strafanzeige erstatten gegen unbekannt oder einen Strafantrag, wenn der Täter bekannt ist.

Auf der zivilrechtlichen Ebene kann der Täter kostenpflichtig abgemahnt und zur Unterlassung aufgefordert werden. Der Täter muss sich dann verpflichten, die rufschädigenden Äußerungen in der Zukunft nicht zu wiederholen. Er schließt dann einen Vertrag mit der betroffenen Person, in dem eine Vertragsstrafe vereinbart wird. Diese Vertragsstrafe sieht vor, dass der Täter an den Betroffenen im Falle einer Wiederholung eine hohe Vertragsstrafe zahlen muss (mindestens 2.500-5.000 €). 

Dies ist ein probates Mittel, um weitere Verstöße zu verhindern.

In Einzelfällen ist es auch möglich, Auskünfte über die Daten der möglichen Täter von den Portalen und Providern zu erlangen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dies muss im Einzelfall dann geprüft werden.

Rufmord 📣 was kann man tun❓

Rufmord - Was kann man tun?

Opfer eines Rufmordes sollten aktiv werden: Beweise sichern, mit vertrauten Personen sprechen, sich nach professioneller Hilfe umschauen. Sich passiv zu verhalten kann Nachahmer animieren und die Schäden vervielfachen. Aufgrund der Komplexität und Verknüpfungen des Internets sollte professionelle Hilfe herangezogen werden. In der Regel sollte zunächst die Gesamtsituation erfasst werden, um im nächsten Schritt objektiv und emotionslos die möglichen Handlungsschritte zu erörtern. Erfahrungsgemäß sind Medienopfer emotional in die Angelegenheit verflochten, was menschlich und völlig normal ist. Dies führt dazu, dass die Opfer eines Rufmordes meist nicht in der Lage sind, einen klaren Gedanken zu fassen. Allein aus diesem Grunde ist es anzuraten, die Sache abzugeben. Dies gilt gleichermaßen für Juristen, die sich selbst vertreten wollen. Erfahrungsgemäß wird damit mehr Schaden angerichtet, als Gutes erreicht.

Der Rufmord im Internet

Der Rufmord und die Verletzung der persönlichen Ehre sind keine Erfindungen der Neuzeit. Bereits in der späten römischen Republik überzog Cicero politische Gegner mit Diffamierungen und Schmähungen, um das Ansehen und den Rang seiner Widersacher zu schädigen.

Der wesentliche Unterschied zur damaligen Zeit besteht darin, dass im Laufe der Zeit immer wieder neue Medien hinzugetreten sind, die das Ausmaß der Folgen einer Rufschädigung in immer neue Dimensionen hievten - vom Buchdruck, über die Zeitungen, zum Fernsehen bis hin zum Internet und den Socials.

Bis vor wenigen Jahren war die Boulevardpresse, stellvertretend sei hier die BILD-Zeitung zu nennen, das "Maß" aller Dinge und DER Übeltäter, wenn es um Verletzungen der persönlichen Ehre und des Ansehens von Personen und Persönlichkeiten ging. Medienopfer konnten dann gegen die jeweilige Tagespresse vorgehen, die dann schnell vergessen wurde, wenn das Blatt im Altpapier landete. In vielen Fällen konnten Betroffene gar passiv bleiben und warten, bis Gras über die Sache gewachsen war.

Diese fast schon paradiesischen Zeiten sind spätestens seit der Alltagstauglichkeit des Internets, sicher aber seit dem Aufkommen der "Sozialen Netzerke" wie Facebook, YouTube, Twitter und Co. sowie der Google-Suche passe. Wer heute geschmäht und diffamiert wird, kann auch morgen und auch in vielen Jahr noch lesen, was vor vielen Jahren geschrieben wurde. Das Internet vergisst ja bekanntlich nicht. Dieser gerne verwendete Spruch steckt leider voller Wahrheit. 

Wer seine Persönlichkeitsrechte, sein Ansehen, seine Ehre schützen will, muss heute aktive werden. Aktiver denn je, denn die Inhalte werden heute weiter verbreitet denn je. In Sekunden. Weltweit.

Was früher die "Bild" war ist heute "das Internet" oder besser gesagt: "Google" - Der Gatekeeper zu nahezu allen Inhalten. Wer spionieren möchte, muss einfach nur die Google-Suche bedienen. Den Namen der zu überprüfenden Person eingeben und schon kommen die Ergbenisse, die der Google-Algorithmus findet. Dieser Algorithmus unterscheidet nicht zwischen wahren und unwahren Tatsachenbehauptungen. Er kennt keine Schmähungen und er wägt keine Interessen ab. 

Rufmord wird zunehmend gezielt über das Internet verbreitet. Das fängt bei Bewertungen über Arbeitgeberbewertungsportale an (beispielsweise Kununu) und geht hin bis zu strategischen Rufmordkampagnen, die von kriminellen gesteuert werden, die ihren Sitz selbstverständlich nicht in Deutschland haben oder zumindest nicht von Deutschland aus agieren.

Aber auch Onlinezeitungen können großen Schaden anrichten – Stichwort:  Verdachtsberichterstattung

Ein weiteres Problem ist die Möglichkeit der legalen Anonymität im Internet. Rufschädiger nutzen gerne Pseudonyme, um die Rufschädigungen herbeizuführen. Hier ist es oft schwierig, die Täter dingfest zu machen, um strafrechtliche und zivilrechtliche Schritte in die Wege zu leiten. Hier arbeiten wir mit Detekteien und Internetdetektiven zusammen, die die Bestandsdaten ausfindig machen können.

Rufmord Fallgruppen

Stets waren Personen des Öffentlichen Lebens und Prominente Opfer von Rufmordkampagnen und Diffamierungen. Über unbekannte Personen oder Unternehmen, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit standen, wurde in der Presse und den Medien nicht berichtet. Dies hat sich im Zeitalter des Internets geändert, da jeder Mensch, der einen Internetzugang hat, ein potentieller Journalist ist, der seiner “Meinung“ freien Lauf lassen kann. So werden in der heutigen Zeit täglich Inhalte über Portale, Internetseiten und die sozialen Medien verbreitet, die großen Schaden anrichten können. Großer Beliebtheit erfreuen sich derzeit sogenannte Bewertungsportale, die die Nutzer geradezu animieren, Bewertungen abzugeben. Auch hier werden große Schäden angerichtet. Allerdings gibt es bereits erste Urteile, die dem Grunde nach Schadensersatzansprüche bestätigen, die über den Ersatz der Rechtsverfolgungskosten hinausgehen.

Kriminell wird es dann, wenn diese Schädigungen zielgerichtet ausgeübt werden und es regelrechten Verleumdungskampagnen und infamen Demütigen kommt. Auch diese Vorgehensweise wird immer stärker praktiziert. Hier sollten strafrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden, wenn die zivilrechtliche Ausgangslage geklärt wurde.

Im Zeitalter des Internets und der Google-Suche gibt es keine speziellen Fallgruppen, die Opfer eines Rufmordes werden können. Man kann mittlerweile von einer "Jedermanns Gefahr“ sprechen. 

Rufschädigung von Unternehmen

Immer mehr Unternehmen beklagen Rufmord- und systematische Verleumdungskampagnen im Internet. Diese gilt es in allen Formen zu unterbinden, da sich die negativen Folgen in kürzester Zeit weltweit ausbreiten können. An dieser Stelle müssen die Unternehmen aktiv werden, da die Betreiber der Internetseiten, über die die schädlichen Inhalte abrufbar sind, erst dann haften, wenn sie über den Rechtsverstoß informiert werden. Hier helfen wir unseren Mandanten und haben eigens zur Beweissicherung von Rechtsverletzungen im Internet eine Chrome-Erweiterung (ATOMSHOT) programmieren lassen, die von den betroffenen Unternehmen im ersten Schritt genutzt werden kann. Wir raten an, den Verstoß hiermit zu dokumentieren. Dies erleichtert die anwaltliche Arbeit.

Ziel unserer Arbeit ist zunächst die Eliminierung der schädigenden Inhalte. Im Abschluss prüfen wir dann die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen. Bei der Einleitung strafrechtlicher Maßnahmen beraten wir unsere Mandanten.

Persönlichkeitsschutz durchsetzen

Opfer eines Rufmordes wollen in Ruhe gelassen werden. Sie wollen aber auch, dass sämtliche Schäden beseitigt werden, die durch den Rufmord entstanden sind. Hierzu zählen sämtliche Unkosten, als auch entgangene Gewinne. Ebenfalls spielen Schmerzensgeldansprüche (Geldentschädigung) eine wichtige Rolle, wenn es zu massiven Persönlichkeitsrechtsverletzungen kommt. Ein Beispiel hierfür ist die Verbreitung von Nackttbildern und pornografischen Videos oder sondtigen Aufnahmen aus dem Bereich der Intimsphäre. Hier sollten die Opfer keine falsche Scham an den Tag legen und alle rechtlichen Register ziehen.

Die rechtliche Situation ist in den meisten Fällen des Rufmordes eindeutig. Das wichtigste an einer erfolgreichen Durchsetzung des Persönlichkeitsschutzes ist, dass die jeweiligen Opfer so schnell wie möglich aktiv werden. Dann lässt sich  -der meist bereits entstandene Schaden- eingrenzen und es besteht die Möglichkeit, diesen nicht ausufern zu lassen.

gulden röttger rechtsanwalte - Kanzlei gegen Rufmord

Wir helfen Personen, deren persönliche Ehre im Internet verletzt wurde, ebenso wie Unternehmen und Unternehmern, deren Reputation geschädigt wurde.

Betroffen können sich vertrauensvoll an uns wenden. Wir helfen unverzüglich, umfassend und beraten und vertreten Sie außergerichtlich und auch gerichtlich, egal, wie der Gegner heißt.

Ansprechpartner
Rechtsanwalt Karsten Gulden Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht

Karsten Gulden

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht LL.M. und Mediator

karsten.guldenggr-law.LÖSCHEN.com
+49-6131-240950

gulden röttger rechtsanwälteseit 2005 aus Mainz | Karsten Gulden, LL.M. & Tobias Röttger, LL.M hat 4,88 von 5 Sternen240 Bewertungen auf ProvenExpert.com