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Geldentschädigung bei Berichterstattung durch Presse und Medien
Schmerzensgeld für Berichterstattung

Veröffentlicht am

Wenn ein Pressebericht das allgemeine Persönlichkeitsrecht schwer verletzt, kann der Betroffene der Berichterstattung eine Geldentschädigung fordern. Zahlen müssen Presse und Medien dieses "Schmerzensgeld" aber nur, wenn dem Betroffenen nicht auf andere Art und Weise geholfen werden kann.

gulden röttger rechtsanwälte

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Karsten Gulden, LL.M. Medienrecht

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht &
Gesellschafter von gulden röttger rechtsanwälte

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Wann kann eine Geldentschädigung verlangt werden?

Eine Geldentschädigung wegen schuldhaft rechtswidriger Berichterstattung kann nur verlangt werden, wenn die Berichterstattung durch Presse und Medien so schwerwiegend war, dass auf andere Art und Weise keine Wiedergutmachung erreicht werden kann. 

 

Was müssen Betroffen tun, um eine Geldentschädigung zu bekommen?

Betroffene, deren Rechte durch einen Presse- oder Medienbericht verletzt werden, müssen im ersten Schritt die Verstöße beweissicher dokumentieren:

  • Pressberichte kopieren
  • Screen-Shots anfertigen
  • Dokumente sichern
  • Zeugen aufschreiben
  • Email-Verkehr sichern

Im nächsten Schritt können sich die Betroffenen dann an uns oder andere, spezialisierte PresserechtlerInnen wenden unter Angabe des kompletten Sachverhaltes ihres Falles. Wichtig ist dabei, dass sämtliche Informationen - auch zu den Hintergründen - mitgeteilt werden. Nur dann kann eine verbindliche und verlässliche Überprüfung in juristischer Hinsicht erfolgen. 

 

Geldentschädigung Beispiele aus der Praxis

Geldentschädigungen werden in besonders heiklen Fällen anerkannt. 

Beispiele:

  • falsche Berichte über Schwangerschaften (Kernbereich der Privatsphäre)
  • Bilder oder Informationen aus dem Bereich der Intimsphäre 
  • falsche Liebsberichte
  • Verbreitung von Falschzitaten oder gefälschten Interviews - Bsp.: Künast - LG Frankfurt 2-03 O 194/19
  • immer wiederkehrende Persönlichkeitsrechteverletzungen

Höhe der Geldentschädigung - Was kann verlangt werden?

Wie hoch eine Geldentschädigung ausfällt, muss im Einzelfall bestimmt werden und hängt in erster Linie von der Schwere des Eingriffs ab. Von weinigen hundert Euro bis hin zu mehreren 100.000 Euro ist jede Summe denkbar.

Je intimer der Verstoß ist (Sexualleben, Eheleben, Liebesleben, Krankheiten), desto größer fällt in der Regel eine Geldentschädigung aus so die Erfahrung aus unserer Kanzlei.

Wie können Verlage eine Geldentschädigung verringern?

Wenn ein Verlag mit einer berechtigten Geldentschädigung konfrontiert wird, kann die Höhe der Geldentschädigung gemindert werden, wenn der Verlag - auch wenn das nicht gefordert wird - freiwillig eine redaktionelle Richtigstellung oder gar eine Entschuldigung publizieren. Auch die direkte Kontaktaufnahme zu dem verletzten Menschen ist anzuraten. Dies kann auch über einen spezialisierten Mediator / Konfliktlöser erfolgen, um eine Eskalation zu vermeiden.

Weiterführende Artikel:

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Karsten Gulden

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und zertifizierter Mediator

Karsten Gulden, LL.M. Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und zertifizierter Mediator

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