Google Bewertung - Einstweilige Verfügung wegen gezielter Rufschädigung erreicht

Gezielte Rufschädigungen über Bewertungsmöglichgkeiten im Internet nehmen zu. Dies bekam auch ein Medienunternehmen zu spüren, dessen rechtlichen Interessen wir vertreten.

Nach der Kündigung eines Vertragsverhältnisses durch unsere Mandantin wurde auf der Plattform Google eine Bewertung verfasst, die rechtswidrige und negative Aussagen über unsere Mandantin enthielt. Es handelte sich insbesondere um unvollständige und damit unwahre Tatsachenbehauptungen sowie diffamierende Meinungsäußerungen. Die getätigten Aussagen stellten einen falschen Sachverhalt dar oder ließen wesentliche Fakten weg, sodass in rechtswidriger Weise ein falsches Bild unserer Mandantin in der Öffentlichkeit erzeugt wurde.

Im ersten Schritt wurde der Bewerter abgemahnt. Daraufhin entfernte der Bewerter zwar die streitgegenständliche Bewertung, lehnte jedoch die Abgabe der geforderten Unterlassungserklärung auch nach mehrmaliger Aufforderung ab. Aus diesem Grunde wurde sodann der Erlass der einstweiligen Verfügung beantragt. Diese wurde von dem LG Berlin dann auch in der beantragten Form erlassen. Der Verfahrenswert wurde auf 15.000 Euro festgesetzt, LG Berlin 27 O 656/16.

Der Fall zeigt, dass auch die Gerichte wissen, dass negative Bewertungen fatale wirtschaftliche Folgen für die betroffenen Unternehmen haben können. Wir raten allen Betroffenen an, die rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, wenn es um den Schutz des guten Rufs geht.