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Google löscht Bewertungen nicht?
Im Notfall - direkte Hilfe vom Fachanwalt

Veröffentlicht am

Google löscht die Bewertungen nicht, obwohl Sie bereits einen Löschantrag gestellt haben?

Erste Ansprechperson - wenn Google Ihre Bewertung nicht löschen will – ist Ihr Anwalt. Er kann alle rechtlichen Register ziehen. Bei akuten Rufschädigungen, die keinen Aufschub erlauben, ist es wichtig, dass Sie sich direkt an die richtige Ansprechperson wenden.

Ziel unserer Arbeit ist es, eine optimal auf den Bewerteten ausgerichtete, individuelle Beratung und Vertretung zu gewährleisten, die auf dem aktuellsten Stand der Rechtsprechung und alternativer Konfliktlösungsmethoden beruht. Selbst wenn die Bewertung rechtlich nicht (mehr) angreifbar ist, können wir im Wege einer diplomatischen Kontaktaufnahme zu dem Bewerter eine Konfliktlösung herbeiführen.

Ihr Ansprechpartner

Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht LL.M. und Mediator Karsten Gulden

Schritt 1: Was tun, wenn die Google Bewertung nicht gelöscht wird - Abmahnung!

Wenn Google eine Bewertung nicht löscht oder nicht rechtzeitig die Überprüfung des Falles vornimmt, kann Google abgemahnt werden. Eine Abmahnung ist ein förmliches, anwaltliches Schreiben, das direkt an Google übermittelt wird.
Google wird mit der Abmahnung aufgefordert, die Bewertung innerhalb einer Frist (7-14 Tage) zu löschen und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Diese Unterlassungserklärung ist ein Vertrag, den Google mit dem bewerteten Unternehmen abschließt. Google verpflichtet sich dann, diese Bewertung nicht wieder zu veröffentlichen.
In der Praxis weigert sich Google regelmäßig, die Abmahnungen zu akzeptieren. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die Bewertungen gelöscht werden, nachdem Google abgemahnt wurde. Zudem ist die Abmahnung ein wichtiger Schritt, um weitere zivilrechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen. Im Anschluss an eine Abmahnung erfolgt die Beantragung einer einstweiligen Verfügung oder Klage, wenn Google die Bewertung trotz Abmahnung nicht entfernen will.
Rechtschutzversicherungen übernehmen die gesetzlichen Gebühren für die Aussprache einer Abmahnung gegen Google wegen der Löschung einer Bewertung, wenn der jeweilige Tarif dies vorsieht. Wir klären für unsere Mandanten die Übernahme der Kosten durch die Rechtschutzversicherungen.

Was müssen Sie tun, wenn wir Ihre Google Bewertung löschen sollen?

  1. Schicken Sie uns bitte einen Screenshot und den Link zu der Google-Bewertung per Email  anfrageggr-law.LÖSCHEN.com oder über unser Kontaktformular und teilen uns folgende Angaben mit:
    • welche Behauptungen in der Bewertung sind falsch?
    • kennen Sie den Bewerter? 
    • Sie wissen nicht, wer dahintersteckt, weil der Bewerter ein Pseudonym verwendet? Auch dies bitte mitteilen
  2. Nach Erhalt Ihrer Nachricht teilen wir Ihnen persönlich, unverzüglich und juristisch korrekt mit, welche Möglichkeiten in Ihrem Fall bestehen und zu welcher Vorgehensweise wir Ihnen anraten. Selbstverständlich klären wir Sie in diesem Schritt auch über die Gebühren auf und unterbreiten Ihnen ein Angebot zur Vertretung per Email. Wenn Sie eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen haben, klären wir die Übernahme der Gebühren mit Ihrer Rechtschutzversicherung.
  3. Sie schauen sich das Angebot an und bestätigen die Annahme des Angebots per Email. Wir legen dann die Akte an und beginnen direkt mit der anwaltlichen Arbeit. Sie müssen sich dann um nichts weiter kümmern und lediglich für Rückfragen zur Verfügung stehen.

Sollten Sie noch Rückfragen zum Ablauf der Vertretung haben, stehen wir Ihnen jederzeit persönlich zur Verfügung. Sie können uns dann anrufen  06131 240950, gerne auch rund um die Uhr per  anfrageggr-law.LÖSCHEN.com oder über unser Kontaktformular kontaktieren.

Wir gehen mit allen rechtlichen Mitteln gegen Google vor. Wenn Google eine Bewertung nicht löschen will, beginnt die "echte" Anwaltsarbeit.  Über anwaltliche Abmahnungen, einstweilige Verfügungen bis hin zu Klageverfahren setzen wir die Rechte unserer Mandanten gegen Google durch. Der Service „Alles aus einer Hand“ wird von unseren Mandanten geschätzt. Ebenso die Erfahrung aus mehr als 15 Jahren spezialisierter Anwaltsarbeit. Nicht zu vergessen: Die Möglichkeit, die Kosten über die Rechtschutzversicherungen abzuwickeln.

Schritt 2: Was tun, wenn Google nicht auf die Abmahnung reagiert - Einstweilige Verfügung!

Wenn Google trotz einer Abmahnung die Bewertung nicht entfernt, kann eine einstweilige Verfügung gegen Google helfen.

Wenn es schnell gehen muss und der gute Ruf stark gefährdet ist, hilft das einstweilige Rechtsschutzverfahren.

Voraussetzungen für den Erlass einer solchen Verfügung:

1. Anordnungsanspruch - Bewertung muss rechtswidrig sein

2. Anordnungsgrund - es kann nicht länger gewartet werden, weil Schäden drohen oder bereits eingetreten sind

Es muss erklärt werden, warum dem Betroffenen ein Abwarten nicht länger möglich ist. Hier muss der Rechtsanwalt erklären, warum eine Entscheidung besonders eilbedürftig ist. Dabei trifft Google eine sog. „sekundäre Darlegungslast“. Wenn der Antragssteller glaubhaft macht, dass die Bewertung unwahr ist, muss Google das Gegenteil darlegen. Anderenfalls überwiegt der Schutz des Unternehmens an seiner sozialen Anerkennung. Die Eilbedürftigkeit ist bei besonders schweren Rechtsverletzungen in jedem Fall anzunehmen.

Vor allem finanzielle Aspekte können eine große Rolle spielen, wenn es um die Frage geht, ob eine einstweilige Verfügung erlassen werden soll oder nicht. So kann es durch die rechtswidrige Bewertung bereits zu finanziellen Schäden gekommen sein (Aufträge wurden nicht erteilt etc.), Gewinnausfälle drohen oder weitere Schäden drohen hinzuzukommen.

Der Anordnungsgrund wird auch angenommen, wenn es zu schweren Persönlichkeitsrechtsverletzungen kommt.

Beispiel:

Es werden falsche, geschäftsschädigende Tatsachenbehauptungen oder Schmähkritik verbreitet. Ein Anordnungsgrund liegt aber auch vor, wenn Google auf die Löschungsanträge nicht reagiert. So hat erst kürzlich das Landgericht Köln (Beschluss vom 18.08.2020, Az. 28 O 279/20) entschieden, dass Google den Löschanträgen zügig nachkommen muss. In dem streitgegenständlichen Fall wurde Google innerhalb von zwei Wochen nach Stellen des Löschantrages nicht tätig. Bei solchen akuten Fällen muss Google als Dienstanbieter sich schneller um die Anliegen der Betroffenen kümmern.

3. Glaubhaftmachung - es muss offensichtlich eine Rechtsverletzung durch die Google-Bewertung vorliegen

Sowohl Anordnungsanspruch als auch Anordnungsgrund müssen glaubhaft gemacht werden. Die Tatsachen müssen nicht zur vollen Überzeugung des Gerichts feststehen, aber das Gericht muss sie für wahrscheinlich halten. Daneben kann aber auch auf präsente Beweismittel zurückgegriffen werden. Die häufigste Form der Glaubhaftmachung ist die sog. „Versicherung an Eides statt“. Mit dieser versichert man, dass die eigenen Angaben den Tatsachen und damit der Wahrheit entsprechen.

Vorsicht!

Es ist dringend anzuraten, keine falschen Tatsachen an Eides statt zu versichern. Eine vorsätzlich falsche „Versicherung an Eides statt“ stellt eine Straftat da und kann zivilrechtliche Schadensersatzansprüche auslösen. Im Übrigen ist der Rechtsstreit erst mit dem Hauptsacheverfahren abgeschlossen, RA K.Gulden, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht.

4. Erlass der einstweiligen Verfügung durch das Gericht

Liegen die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Google vor, erlässt das Gericht die Verfügung gegen Google. Google muss die Bewertung dann entfernen oder Widerspruch einlegen. Dann wird über den Fall in einem „echten“ Klageverfahren entschieden.

Hinweis:

Einstweilige Verfügungen müssen von Rechtsanwälten beantragt werden, da meist die Landgerichte für diese Verfahren zuständig sind, wenn es um die Löschung von Bewertungen geht. Vor den Landgerichten herrscht Anwaltszwang. Das bedeutet, dass man sich dort anwaltlich vertreten lassen muss.

Tipp:

Rechtschutzversicherungen übernehmen die kompletten Kosten für das gerichtliche Eilverfahren (Rechtsanwalts- und Gerichtskosten), wenn der jeweilige Tarif dies vorsieht. Wir klären für unsere Mandanten die Kostenübernahmen mit den Rechtschutzversicherern.

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Schritt 3: Was tun, wenn Google die Bewertung nicht entfernt - Klage!

Wird die Bewertung rechtsirrig nicht entfernt, kann Google in Deutschland verklagt werden. Wir haben Erfahrung mit Klagen gegen Google, wenn es um negative Bewertungen geht. Wir wissen was zu tun ist und können für unsere Mandanten Google verklagen, um Umsatzeinbußen und Imageverlust aufgrund von negativen Bewertungen zu stoppen. Gerne beraten wir Sie über die Vorgehensweise und das Prozessrisiko.

Vertrauen: Der Rechtsanwalt ist ein Organ der Rechtspflege

Wer einen Rechtsanwalt beauftragt, beauftragt ein Organ der Rechtspflege. Rechtsanwälte unterliegen strengen Regularien. Begeht der Rechtsanwalt einen Fehler, so ist der Auftraggeber abgesichert, da der Rechtsanwalt in Deutschland eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen muss. Ohne diese darf der Rechtsanwalt gar nicht tätig werden.

Negative Google Bewertungen selbst melden oder durch Rechtsanwalt schnell löschen lassen!

  1. Führen Sie im ersten Schritt eine Beweissicherung durch, in dem Sie Screenshots von der negativen Google Bewertung anfertigen (Bspw. mit dem Tool ATOMSHOT)
  2. Im zweiten Schritt melden Sie die unzulässige negative Google Bewertung entweder selbst bei Google (per Kontaktformular) oder über einen spezialisierten Rechtsanwalt, der Google zur Löschung der negativen Bewertung auffordert.

Die Erfahrung zeigt, dass die Fälle, in denen der Bewertete anwaltlich vertreten wird, am schnellsten bearbeitet werden. Rechtsanwälte, die seit Jahren gegen unzulässige negative Google Bewertungen vorgehen wissen, welche für Angaben in dem Löschantrag gemacht werden müssen und arbeiten mit anwaltlichen Druckmitteln wie Abmahnungen, einstweilige Verfügungen und Klagen. Google will unnötige Kosten vermeiden.

Vorteile durch anwaltliche Vertretung 

Wer stringent und ohne zeitliche Verzögerung gegen eine Google-Bewertung vorgehen möchte, sollte sich anwaltlich vertreten lassen. Dies aus mehreren Gründen:

Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten

Der Rechtsanwalt weiß, wie er mit den unterschiedlichen Sachverhalten umgehen muss, um die Entfernung einer Bewertung zu erreichen. Nur der Rechtsanwalt besitzt alle Werkzeuge und kann diese auch einsetzen. Ein unbedachtes Vorgehen kann dazu führen, dass Bewertungen später nicht mehr entfernt werden können.

  • Beispiel: Das bewertete Unternehmen kommentiert die Bewertung und macht dort Angaben, die eine spätere Entfernung der Bewertung unmöglich machen.

Exkurs: Wir raten dringend davon ab, Bewertungen zu kommentieren. Es kommt immer wieder vor, dass bei der Kommentierung von Bewertungen selbst Rechtsverstöße begangen werden. Dies kann man vermeiden, wenn man die Sache direkt in anwaltliche Hände übergibt.

Google muss nur bei offensichtlich rechtswidrigen Bewertungen tätig werden

Will man die Löschung einer Bewertung erreichen, muss Google der Sachverhalt dargelegt werden und zwar so, dass sich hieraus die offensichtliche Rechtswidrigkeit der Bewertung ergibt. Offensichtlich rechtswidrig ist eine Bewertung, wenn in der Bewertung Dinge behauptet werden, die nachweislich nicht den Tatsachen entsprechen.

Nur durch eine rechtliche Überprüfung des Sachverhaltes kann festgestellt werden, ob eine solche offensichtliche Rechtswidrigkeit vorliegt. Diese muss Google dann  anschließend dargelegt werden - und zwar aus juristischer Sicht. Diese Tätigkeit ist den Anwälten vorbehalten. Es reicht also nicht aus, wenn man als betroffenes Unternehmen Google kontaktiert und mitteilt, dass die Bewertung beispielsweise “unfair“ sei oder dass etwas nicht stimme.

Kalkulierbare Kosten

Rechtsanwälte werden in der Regel auf Grundlage des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes tätig. Diese Gebühren werden von den Rechtschutzversicherungen vollständig übernommen, wenn der Tarif dies vorsieht. 

Empfehlung: Sprechen Sie Ihre Rechtschutzversicherung hierauf an und teilen Sie dieser mit, dass Sie ein Problem mit Google-Bewertungen haben und anwaltliche Hilfe benötigen.
 
Bei außergerichtlichen Vertretungen kann der Rechtsanwalt auch eine Pauschale oder ein Stundenhonorar vereinbaren, wenn es beispielsweise darum geht, die Bewertung gegenüber Google zu beanstanden. Wir besprechen dies mit unseren Mandanten vor der Vertretung und finden in jedem Fall eine Lösung. Wir beachten die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Mandantschaft als auch die Bedeutung der Angelegenheit. Die Mandanten unserer Kanzlei wissen stets vor der Beauftragung, was in finanzieller Hinsicht auf sie zukommt - und zwar auf den Cent genau.

Merke: Die Rechtschutzversicherungen übernehmen immer nur die gesetzlichen Gebühren, auch wenn das Stundenhonorar niederiger ausfällt als die gesetzlichen Gebühren.

Einstweilige Verfügung gegen Google

Nur der Rechtsanwalt kann eine einstweilige Verfügung gegen Google beantragen, wenn eine Bewertung nicht gelöscht wird oder es schlichtweg zu lange dauert. Ebenso kann nur der Rechtsanwalt eine einstweilige Verfügung gegen den Bewerter beantragen, wenn dieser bekannt ist. Man spricht hier von dem sogenannten vorläufigen Rechtsschutz. Es handelt sich um ein sehr schnelles Verfahren, in dem die betroffenen Unternehmen innerhalb von wenigen Tagen eine gerichtliche Entscheidung erhalten. Google hält sich erfahrungsgemäß an diese Entscheidungen. In Einzelfällen kommt es vor, dass Google auch Rechtsmittel gegen die Entscheidungen einlegt. Dann geht die Angelegenheit in ein“ normales“ Gerichtsverfahren über. Dies betreut der Anwalt dann weiter. Dieses Schnellverfahren ist in der Regel immer nur innerhalb von vier Wochen seit Kenntnisnahme von der negativen Bewertung möglich. Kommt eine einstweilige Verfügung aufgrund des Zeitablaufs nicht in Betracht, gibt es aber noch die Möglichkeit, Google in Deutschland zu verklagen.

gulden röttger rechtsanwälte
Wir löschen schnell Ihre unzulässigen negativen Google Bewertungen

Als Rechtsexperten auf dem Gebiet der Onlinebewertungen und des Reputationsschutzes können wir Ihnen direkt mitteilen, ob unzulässige negative Google Bewertungen gelöscht werden konnen oder nicht. Schauen Sie dazu unser Video an.

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Durch die Prominenz von Google sind schlechte Rezensionen zum Geschäftsrisiko geworden.

Urteile zu Google-Bewertungen und anderen Bewertungen

Mittlerweile gibt es zahlreiche Urteile und Entscheidungen zum Thema der Bewertungen im Internet. Auch unsere Kanzlei war und ist maßgeblich daran beteiligt, die Rechtsprechung in Sachen Bewertungen weiter zu entwickeln. So hat unsere Kanzlei bspw. das Urteil vor dem Landgericht Lübeck gegen Google erstritten, in dem Google verpflichtet wurde, eine 1-Stern-Bewertung eines Arztes ohne weiteren Text zu löschen, LG Lübeck, Urteil vom 13.6.2018 - 9 O 59/17 

weitere Urteile zu den Bewertungen im Internet:

Google Bewertungen FAQ - häufig gestellte Fragen zu Google Bewertungen

Ja. Es ist erlaubt, Unternehmen rechtmäßig zu bewerten. Jeder Dienstleister oder Produktverkäufer darf bewertet werden.

Bewertungen sind grundsätzlich zulässig und Ausfluss der Meinungsfreiheit, die durch Art. 5 GG geschützt sind. Ein Unternehmer muss es folglich hinnehmen, dass Dritte die von ihm angebotenen Produkte und Dienstleistungen bewerten. Zulässig sind aber nur Bewertungen, die der Wahrheit entsprechen. Der Bewerter muss zudem Kontakt zu dem bewerteten Unternehmen gehabt haben.

Nein. Die Möglichkeit, auf Google bewertet zu werden, kann man nicht ausschalten. Einerseits bietet Google diese Option rein technisch nicht an.

Andererseits gibt es auch kein Recht darauf, bei Google nicht bewertet zu werden. Möglich ist es jedoch, sich kritisch mit negativen Bewertungen auseinanderzusetzen. Das geht etwa dadurch, dass man Nutzern auf ihre Kritik antwortet und somit seine Offenheit demonstriert. Hilft dies nicht weiter, können einzelne Bewertungen beanstandet werden. Auch eine Löschung kommt in manchen Fällen in Betracht.

Jeder, der ein Google Konto besitzt, kann ein Unternehmen bewerten. Die Rezensionsfunktion gehört hierbei auch zu Google-Maps.

Grundsätzlich gilt, dass nur derjenige eine Bewertung abgeben darf, der das Produkt oder die Dienstleistung des bewerteten Unternehmens auch in Anspruch genommen hat. Ungeklärt ist bisher, ob tatsächlich ein Kauf stattgefunden haben muss.

Bei Ärzten sieht das etwas anders aus. Hier hat der Bundesgerichtshof festgestellt, dass ein Patientenkontakt stattgefunden haben muss. Hieraus lässt sich ableiten, dass nur Patienten den jeweiligen Arzt bewerten dürfen.

Bestehen allerdings Zweifel, ob der Bewerter Kunde oder Patient war, leitet Google die Beanstandung der Bewertung erfahrungsgemäß an den Verfasser der Bewertung weiter. Google möchte dann einen Nachweis, der den Arztbesuch belegt. Meldet sich der Bewerter dann nicht zurück, wird die Bewertung in der Regel entfernt. Das gleiche gilt, wenn fraglich ist, ob der Bewerter tatsächlich einmal Kundin gewesen ist.

Die Meinungsfreiheit schützt nur Bewertungen, die auch der Wahrheit entsprechen. Zudem dürfen die Bewertungen nicht gegen andere Gesetze verstoßen (z.B. Strafgesetze: Beleidigung, Verleumdung, Üble Nachrede). 

Google hat eigene Richtlinien (Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte) erstellt, denen zu folge bestimmte Bewertungen verboten sind.
Demnach sind verboten:

  • Eigenwerbung in Form von Bewertungen oder Bewertungen, die ohne vorherigen Kontakt die Sterne-Bewertung verbessern soll
  • Spam-Bewertungen und gefälschte Inhalte
  • Der Verweis auf die Erfahrungen anderer. Wer bewertet, soll unmittelbar mit dem Unternehmen interagiert haben.
  • Aussagen, die das Persönlichkeitsrecht verletzen, z.B. „Hate Speech“.    
  • Bewertungen durch die eigenen Mitarbeiter, vor allem bei einer Gegenleistung
  • Illegale Inhalte in Bewertungen, die gegen geltendes Recht verstoßen 
  • Fake Bewertungen - gefälschte Bewertungen, bei Vorgaukeln einer falschen Identität
  • Datenschutz - Bewertungen, die personenbezogene Daten und vertrauliche Informationen verbreiten, wie z.B. Handynummern
  • Die Bewertungen sollen auch keine urheberrechtlich geschützten Inhalte aufweisen. Es sollen keine Erfahrungsberichte von anderen kopiert werden, die die Urheberrechte Dritter verletzen.
  • Enthalten die Bewertungen Aufstachlungen zum Hass "gegen Personengruppen basierend auf Rasse oder ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter, Veteranenstatus, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität“, dann sind diese laut Google nicht erlaubt.

Google überprüft die Beschwerden gegen Bewertungen auf Google My Business und bittet die Verfasser der Bewertungen um Mithilfe, wenn es zu einer Beanstandung der Bewertung durch das betroffene Unternehmen kommt. Im ersten Schritt kontaktiert Google die Bewerter und erklärt, dass der Beschwerdeführer behauptet, durch die Bewertung in seinen Rechten verletzt worden zu sein. Einen Auszug der Beschwerde fügt Google der Nachricht an den Bewerter bei. Google bittet im Anschluss den Verfasser der Bewertung innerhalb von sieben Kalendertagen darzulegen, inwiefern die vom Beschwerdeführer behauptete Rechtsverletzung nicht vorliegt.

Google möchte von dem Bewerter die Hintergründe der Bewertung erfahren und bittet auch um die konkrete Nennung des Zeitraums, in dem die in der Bewertung beschriebenen Erfahrungen gemacht wurden. Auch soll der Bewerter Nachweise übermitteln, die den Kontakt zu dem bewerteten Unternehmen darlegen. Dies können Rechnungen, Lieferscheine, Terminkarten, Eintragungen auf Bonuskarten, Rezepte o. ä. Nachweise sein. Google weist auch darauf hin, dass die Daten geschwärzt werden können.

Zudem bittet Google die Rezensenten, bei denen behauptet wird, dass sie kein Kunde oder Patient gewesen seien, den richtigen Namen mitzuteilen bzw. Nachweise für die tatsächlichen Hintergründe der Bewertung zu übermitteln.

Abschließend weist Google darauf hin, dass der jeweilige Erfahrungsbericht unter Umständen entfernt werden muss, wenn der Verfasser der Bewertung weder die konkreten Hintergründe nennt, noch entsprechenden Nachweise übermittelt oder der Weiterleitung der Stellungnahme unter Nachweise widerspricht:

Sollten wir innerhalb von sieben (7) Kalendertagen keine Antwort von Ihnen erhalten, Sie keine konkreten Hintergründe für Ihre Bewertung mitteilen bzw. keine Nachweise überlassen oder einer Weiterleitung Ihrer Stellungnahme und ggf. überlassener Nachweise widersprechen, werden wir Ihren Erfahrungsbericht unter Umständen leider entfernen müssen.

Google Bewertungen können anonym abgegeben werden. Dies birgt eine hohe Missbrauchsgefahr, da nicht nachvollzogen werden kann, wer tatsächlich der Verfasser der Bewertung ist.

Dennoch gibt es unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, auch diese Bewertungen zu überprüfen. Werden Angaben gemacht, die gar nicht auf das Unternehmen passen oder die schlicht gelogen sind, kann man auch gegen anonyme Bewertungen vorgehen. Anonyme Bewertungen können auch beanstandet werden, wenn der Name des Verfassers unbekannt ist und nicht in der Kundendatei auftaucht.

Wer eine Google Bewertung abgeben möchte, muss sich mit seinem Google Konto anmelden. Dann muss das Unternehmen, das bewertet werden soll, gesucht werden, beispielsweise durch Eingabe in die Google-Suche oder direkt bei Google Maps. Dann klickt man unterhalb der Unternehmensinformation auf “Rezensionen schreiben“. Im letzten Schritt kann man auf die weißen Sterne klicken, um die Bewertung mit 1-5 Sternen abzugeben.

Google selbst bietet hier "Orte bewerten und Rezensionen hinzufügen" eine detaillierte Anleitung zu diesem Thema an.

Beim Bewerten sind die Google Richtlinien "Richtlinien für von Maps-Nutzern veröffentlichte Inhalte" zu beachten. Darin heißt es unter anderem: „Ihre Inhalte sollten Ihre wirklichen Erfahrungen am jeweiligen Ort widerspiegeln und nicht nur gepostet werden, um die Bewertung zu manipulieren. Veröffentlichen Sie keine gefälschten Inhalte, posten Sie nicht mehrmals dieselben Inhalte und erstellen Sie nicht in mehreren Konten Inhalte für denselben Ort.“

Ja, rechtswidrige Google-Bewertungen können gelöscht werden, wenn die Google Bewertungen die Rechte der Bewerteten bzw. bewerteten Unternehmen verletzen bzw. der Inhalt der Bewertungen gegen deutsche Gesetze verstößt. Die Google-Bewertungen können auch gelöscht werden, wenn die Inhalte der Bewertungen gegen die Google Richtlinien verstoßen.
Beispiele für unzulässige Angaben in den Google Bewertungen:
Die Bewertung enthält fehlerhafte Angaben bzw. falsche Tatsachen  Die Bewertung enthält abwertende Inhalte bzw. Beleidigungen, Schmähkritiken oder Verleumdungen In der Bewertung werden Geschäftsgeheimnisse veröffentlicht In der Bewertung befinden sich diskriminierende, rassistische oder sexuell explizite Inhalte
Bewerter ist kein Kunde
Die Google Bewertungen werden auch dann gelöscht, wenn die Google Bewertung nicht von einem Kunden verfasst wurde bzw., wenn der Bewerter gar keinen Kontakt zu dem bewerteten Geschäft bzw. dem Unternehmen hatte. Ebenso werden negative Fake Bewertungen gelöscht, Beispiel: Die Bewertung erfolgt durch einen Konkurrenten, der Ihnen bewusst schaden möchte.

In vielen Fällen übernehmen die Rechtsschutzversicherungen die Kosten für den Anwalt, abhängig vom gewählten Tarif. Wenn sie sich unsicher sind, ob ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt, kann eine vorherige Deckungsanfrage bei der Rechtschutzversicherung Aufschluss darüber geben, ob die Kosten von der Versicherung übernommen werden oder nicht. Oft genügt ein Anruf bei der Versicherung. Der Rechtsanwalt benötigt dann nur noch die Schadensnummer und kann sich mit der Versicherung in Verbindung setzen.

Oft werden Bewertungen anonym, unter Verwendung eines Pseudonyms, abgegeben. Nur selten werden Bewertungen unter dem richtigen Namen (Klarnamen) abgegeben. Das macht es umso schwieriger, die Person hinter der Bewertung ausfindig zu machen. Daher erscheint es sinnvoll, wenn man vom Bewertungsportal die Herausgabe der persönlichen Daten des Bewerters verlangen könnte. Doch so einfach ist es nicht. Ein grundsätzlicher Auskunftsanspruch gegenüber Google besteht nur in Ausnahmefällen. Wir prüfen das für unsere Mandanten. Dann ist Google mglw. verpflichtet, die Daten des Bewerters herauszugeben. Das ist bspw. Fall, wenn es sich bei der Bewertung um eine Straftat handelt, z.B. eine Beleidigung (§ 185 StGB), Verleumdung (§ 186 StGB) oder üble Nachrede (§ 187 StGB).

In der Regel löscht Google die Bewertungen innerhalb von 2 - 4 Wochen. Es kommt auch vor, dass die Einträge innerhalb weniger Tage entfernt werden. Lehnt Google eine Löschung der Bewertung ab, weil Google der Ansicht ist, dass die beanstandete Bewertung nicht rechtswidrig ist, können noch weitere Wochen ins Land gehen. Denn auch nach einem anwaltlichen Schreiben wird Google die Bewertung einer erneuten Überprüfung unterziehen. Nach drei Wochen sollte die außergerichtliche Bearbeitung abgeschlossen sein. Wer Google verklagen möchte, kann dies tun. Wer eine einstweilige Verfügung beantragen möchte, sollte dies innerhalb von vier Wochen seit Kenntnisnahme des Rechtsverstoßes tun.

Das größte Risiko für Geschäftsleute besteht darin, Google Bewertungen zu ignorieren. Genauso, wie es gute Bewertungen erleichtern, Geschäfte abzuschließen, sind schlechte Google-Bewertungen ein Geschäftsrisiko. Das liegt schon an der Prominenz von Google – und dessen Suchalgorithmus. "Schlechte" Angebote will niemand sehen. Also zeigt Google sie auch niemandem. Was "gut" ist und was nicht, wird durch die Bewertungen beeinflusst. Die Onlinebewertungen entscheiden nämlich darüber, welche Unternehmen bei einer Suchanfrage auf der ersten Ergebnisseite landen und welche nicht. So kann es passieren, dass Unternehmen, die gar nicht oder ausschließlich schlecht bewertet wurden, aus den sichtbaren Suchergebnissen herausfallen. Werden sie dennoch angezeigt, schrecken die schlechten Bewertungen potenzielle neue Kunden ab. Auf der anderen Seite werden die Profile, die gut bewertet wurden, mehr Nutzern angezeigt.

Faustregel: Erfahrungsgemäß bringt eine gute Bewertung einen neuen Kunden, während eine schlechte Bewertung 10 potentielle Neukunden "kostet".

Praxistipp: Bleiben plötzlich Neukunden aus, sollten Unternehmen dringend ihre Profile in den Bewertungsportalen überprüfen. Oft sind neue, schlechte Bewertungen der Grund für die Umsatzeinbußen.

Ja! Ist der Bewerter bekannt, kann Schadensersatz geltend gemacht werden. Bewertungsportale wie Google sind im Bereich des Online-Marketings ein wichtiger Baustein. Viele Kunden vertrauen vor dem Kauf eines Produktes oder der Inanspruchnahme einer Dienstleistung auf die Bewertungen anderer Kunden. Ein gut bewertetes Unternehmen hat in der Regel einen besseren Absatz als ein vergleichbares Unternehmen mit schlechteren Bewertungen. Somit sind die Auswirkungen von falschen rund rechtswidrigen Bewertungen fatal. Denn diese wirken sich schlecht auf den Ruf des Unternehmens aus. Dies hat wiederum Umsatzeinbußen zur Folge, da sich potenzielle Kunden von einer falschen und rechtswidrigen Bewertung beeinflussen lassen.

Ein Vorgehen gegen den Bewerter einer Google Bewertung ist möglich, wenn eine Rechtsverletzung vorliegt und der Bewerter bekannt ist.
Ein Recht auf Löschung besteht dann, wenn die Bewertung rechtswidrig ist. Es gibt verschiedene Gründe, wann eine Bewertung rechtswidrig ist. Sehr oft werden unwahre Tatsachen in den Bewertungen behauptet.

Beispiele für eine unwahre Tatsachenbehauptung in einer Google-Bewertung:

„Der Arzt rechnet nicht erbrachte Leistungen ab“
„Der Shop verkauft Plagiate“
„Der Immobilienmakler hat die Kaufzusage nicht eingehalten“


Wenn die beanstandete Bewertung rechtswidrig ist, haben die Betroffenen ein Recht auf Löschung. Sie können auch fordern, dass der Bewerter künftig solche Bewertungen unterlässt. Voraussetzung ist jedoch, dass der Bewerter unter seinem richtigen Namen die Bewertung abgegeben hat. Wurde ein Pseudonym verwendet, ist ein Vorgehen auch möglich, wenn es gelingt, den Bewerter zu identifizieren. Hierzu benötigt man die Daten des Bewerters. Aus datenschutzrechtlichen Gründen darf Google die Daten des Bewerters nicht herausgaben. Ausnahme: Es liegt eine Straftat vor. In diesem Fall kann Strafanzeige gegen den unbekannten Bewerter erstattet werden. Der Rechtsanwalt kann dann Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft beantragen und die ermittelten Daten aus der Ermittlungsakte ersehen.

Grundsätzlich sind die Anwaltskosten vom Mandanten zu zahlen, denn dieser hat den Anwalt beauftragt und mit ihm einen Vertrag geschlossen. Bei einem außergerichtlichen Vorgehen gegen Google muss folglich der Mandant die Anwaltskosten tragen. 
Wird gegen rechtswidrige Bewertungen gerichtlich vorgegangen und Google durch Urteil verpflichtet, die entsprechenden Bewertungen zu löschen, muss Google auch die angefallenen Anwaltskosten (außergerichtlich und gerichtlich) zahlen.

Bewertungen sind bereits heute das wichtigste Kriterium zur Kaufentscheidung. Es ist zudem davon auszugehen, dass die Bedeutung von Onlinebewertungen künftig noch weiter steigen wird. Sprachassistenten halten immer mehr Einzug in unser Leben. Menschen, die auf der Suche nach einem Arzt, einem Restaurant oder einer Werkstatt sind "befehlen" dem Sprachassistenten genau das was sie wünschen: "such mir den besten Zahnarzt in Frankfurt", "zeig mir das beste Restaurant in Hamburg" oder einfach nur "seriöser Goldhändler in München." Die Algorithmen können nicht beurteilen, was "gut" und was "schlecht" ist. Diese Aufgabe übernehmen die Bewertungen, mit denen die Algorithmen dann "gefüttert" werden. Am Ende steht dann das Suchergebnis.

Google bietet den Nutzern auf denkbar einfache Art und Weise die Möglichkeit, Ärzte, Hotels, Restaurants, Unternehmen, Attraktionen, Orte und Sehenswürdigkeiten zu bewerten. Genauso einfach wie die Abgabe einer Bewertung, genauso groß ist auch Missbrauchsgefahr der Google Bewertungsfunktion, da jeder, der über einen E-Mail Account verfügt, auch eine Bewertung abgeben kann.

In Zeiten von Corona rücken auch Apotheken, Drogeriemärkte, Finanzhäuser, Finanzmakler, Pharmakonzerne und Biotechunternehmen in den Fokus der Bewerter. Auch die Autokinos, die nun wiedereröffnen und entstehen, müssen sich gegen starke Konkurrenz behaupten und können von vielen Menschen bewertet werden.

Bewertungen im Internet beeinflussen Kaufentscheidungen nachweislich. Laut einer aktuellen GfK-Studie erkundigen sich 66,4 % der Befragten vor einer Kaufentscheidung nach Onlinebewertungen. 31,9 % der Befragten gaben an, sich sogar deutlich von den Bewertungen im Internet beeinflussen zu lassen. Auch 52,2 % der 20-39-jährigen werfen häufig einen Blick in die Bewertungsportale. Mittlerweile werden die Online-Bewertungen und Rezensionen mindestens genauso wichtig erachtet, wie Empfehlungen von Freunden oder wie unabhängige Vergleichstests. Google und auch die speziellen Bewertungsplattformen haben dies längst erkannt und nutzen die Bewertungen, um die "besten" Suchergebnisse zu präsentieren. Die Bewertungen werden dabei von den entsprechenden Suchalgorithmen berücksichtigt. Unternehmen, die nicht bewertet werden, können hieraus dann keinen Vorteil ziehen.

Nein" Der Kauf und die Verwendung von gekauften Bewertungen verstößt gegen Recht und Gesetz. Zudem werden die VerbraucherInnen getäuscht. Das ist nicht erlaubt und wettbewerbswidrig. Die Verkäufer von von Bewertungen können sich zudem wegen Betruges strafbar machen.

Viele Mandanten fragen, ob der Kauf von Bewertungen zulässig ist. Im Internet finden sich unzählige Anbieter, die zu standardisierten Preisen anbieten, positive Bewertungen auf allen Plattformen abzugeben. Sogar Abo-Modelle für regelmäßige Bewertungen lassen sich buchen. Doch es gibt gleich drei Gründe, die Finger von solchen Methoden zu lassen.

3 Gründe, die gegen den Kauf von Bewertungen sprechen

  1. Wie du mir, so ich dir. Versetzen Sie ich in die Rolle eines Kunden, der auf der Suche nach dem besten Produkt ist. Ein Blick auf die Bewertungen soll hier werbefreie Zone sein und bei der Kaufentscheidung helfen. Hier zu fälschen ist eine schlechte Geschäftsethik. Ein ehrlicher Unternehmer stellt sich schließlich auch nicht als Kunde verkleidet vor sein eigenes Geschäft und lobt sein eigenes Geschäft.
     
  2. Fliegt der Bewertungsbetrug auf, ist der Imageschaden immens. In jüngerer Vergangenheit gab es immer wieder journalistische Reportagen über das Thema der gekauften Bewertungen. Merken Kunden, dass sie hinters Licht geführt wurden, vergessen sie es so schnell nicht mehr. Die großen Plattformen gehen verstärkt gegen Fake-Bewertungen vor. Es ist also gar nicht unwahrscheinlich, aufzufliegen. Und so kann am Ende der Schaden größer sein als der erhoffte betriebswirtschaftliche Gewinn.
    Google schreibt in seinen Richtlinien "Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte" dazu:
    „Google verwendet automatische Spamerkennungsmethoden, um Rezensionen zu löschen, bei denen es sich wahrscheinlich um Spam handelt. Bei Google werden gefälschte Rezensionen nicht toleriert. Wir behalten uns das Recht vor, alle Rezensionen zu entfernen, die unserer Meinung nach gefälscht sind oder nicht den Richtlinien für von Maps-Nutzern beigetragene Inhalte entsprechen.“
     
  3. Der Kauf von Bewertungen ist illegal. Der Verkauf übrigens auch. § 5 Abs. 1 Nr. 1 UWG verbietet es Unternehmern, unwahre und zur Täuschung geeignete Angaben zu machen, etwa über die wahre Verwendungstauglichkeit des Produkts. Und was ist mehr irreführend, als ein erfundener Kunde, der von einem fiktiven Geschäft berichtet? Die rechtliche Folge: Mitbewerber, Verbraucherschutzverbände, Unternehmerzusammenschlüsse und die Industrie- und Handelskammern oder auch Handwerkskammern können Unternehmer verklagen, die Bewertungen kaufen. Hier kommen nicht nur Unterlassungsansprüche in Betracht. Unter bestimmten Voraussetzungen können Mitbewerber Schadensersatz verlangen und der erzielte Gewinn kann abgeschöpft werden (§§ 9, 10 UWG). Auch die Anbieter, die Bewertungen zum Kauf anbieten, können von seriösen Werbeagenturen abgemahnt werden. Käufer, die im Vertrauen auf die Rechtmäßigkeit, Bewertungen kaufen, können zudem Strafanzeige wegen Betruges gegen die Anbieter erstatten und Schadensersatzforderungen geltend machen.

Google bietet eine Funktion an, mit der man seine eigenen Bewertungen verwalten kann. In Bezug auf Google Maps empfiehlt Google folgendes Vorgehen:

„Öffnen Sie Google Maps auf Ihrem Computer. Klicken Sie links oben auf das Dreistrich-Menü. Klicken Sie auf Meine Beiträge. Klicken Sie neben der Rezension, die Sie bearbeiten oder löschen möchten, auf das Dreipunkt-Menü. Wählen Sie eine Option aus und folgen Sie der Anleitung.“

Hier einige Fehler, die Ihnen beim Bewerten nicht unterlaufen sollten:

  1. Unsachliche Bewertung Häufig haben Bewertungen mit dem Unternehmen, der Dienstleistung oder dem Arzt nichts zu tun oder sind aus anderem Grund unsachlich. Dies möchte auch Google nicht. Daher schreibt Google vor, dass Bewertungen nicht zur "Äußerung politischer oder sozialer Kommentare oder für persönliche Polemiken" missbraucht werden sollen. Eine Bewertung kann gelöscht werden, wenn das Thema verfehlt ist. Überprüft werden kann eine solche Bewertung in jeden Fall.
  2. Freundlicher Ton schadet nie. Persönlichkeitsrechtsverletzungen werden nicht geduldet. Strafbare Kommentare sind ebenso unzulässig, wie es auch verboten ist, strafbare Kommentare abzugeben. Strafbar sind Kommentare meist, wenn sie andere Menschen beleidigen, diffamieren oder verleumden.
  3. Google möchte nicht, dass Unternehmer oder deren Mitarbeiter ihr eigenes Geschäft bewerten. Wer sein eigenes Unternehmen bewertet handelt mitunter auch wettbewerbswidrig und kann abgemahnt werden.
  4. Bewertungen dürfen nicht das Urheberrecht verletzen. „Copy und Paste“ fremder Erfahrungsberichte ist nicht zulässig.
  5. Google weist außerdem darauf hin, dass Bewertungen nicht unter fremdem Namen abgegeben werden sollen.
  6. Google möchte zudem verhindern, dass personenbezogene Daten und vertrauliche Informationen in den Bewertungen wiedergegeben werden. Es ist nicht erlaubt, die Privatanschrift des Unternehmers oder andere private Informationen preiszugeben. Das ist rechtswidrig.
  7. Hassreden werden auch im Rahmen von Bewertungen nicht geduldet. Aufstachlungen zum Hass "gegen Personengruppen basierend auf Rasse oder ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter, Veteranenstatus, sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität“ sind laut Google nicht erlaubt.

Google Bewertungen können kommentiert werden von dem Inhaber des Google Profils.

Inhaber des Google Profils sollten berücksichtigen, dass der Google Algorithmus Interaktionen im Bereich der Bewertungen mit einer höheren Sichtbarkeit belohnen kann. Die Abgabe eines Kommentars stellt eine solche Interaktion dar. Dies kann zur Folge haben, dass die Bewertung für den Algorithmus als besonders wertvoll für die Google-Nutzer angesehen wird. Google möchte diese wertvolle Bewertung dann so vielen Menschen wie möglich anzeigen, die sich über das bewertete Unternehmen informieren möchten. Google kann dies erreichen, indem diese Bewertung dann beispielsweise in der Vorschau der Suchergebnisse hervorgehoben wird. Daher macht es Sinn, positive Bewertungen zu kommentieren. Bei negativen Bewertungen macht es daher in vielen Fällen gerade keinen Sinn, wenn durch den Kommentar die negative Bewertung mehr Nutzern als zuvor angezeigt wird.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der berücksichtigt werden muss, wenn man eine Google Bewertung kommentieren möchte ist die Tatsache, dass der Inhalt des Kommentars die Erfolgsaussichten auf eine Löschung der Bewertung verringern kann.

Google muss ein strenges Prüfverfahren einhalten und im Zweifel auch überprüfen, ob der Bewerter Kontakt zu dem bewerteten Unternehmen, Arzt oder Geschäft hatte. Gelingt Google dieser Nachweis nicht, werden die Bewertungen allein aus diesem Grunde bereits gelöscht. Bestätigt nun der Inhaber des Google Profils in seinem Kommentar, dass der Bewerter Kontakt hatte, erübrigt sich für Google die Verifikation des Bewerters. Der Löschgrund, dass der Bewerter kein Kunde gewesen ist oder kein Patient fällt damit weg.

Ein Kommentar zu einer negativen Google Bewertung macht nur dann Sinn, wenn die Bewertung berechtigt ist und daher nicht gelöscht werden kann. 

Wenn es zu (berechtigten) schlechten Bewertungen im Internet kommt, sind oft Emotionen im Spiel. Unternehmern ist jedoch anzuraten, einen kühlen Kopf zu bewahren. Im Laufe der Jahre hat sich die nachfolgende Vorgehensweise als äußerst zielführend erwiesen, das "Bewertungsproblem" auf dem kleinen Dienstweg zu erledigen:

  1. Bleiben Sie sachlich, auch wenn es schwer fällt - egal, was über Sie und Ihr Unternehmen geschrieben wurde. So verhindern Sie, dass es zu einer Eskalation kommt.
  2. Antworten Sie auf freundliche Art und Weise und bedanken sich im ersten Schritt für das Feedback, da jede Rückäußerung hilfreich sein kann, die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu verbessern.
  3. Nehmen Sie zeitnah Kontakt zu dem Verfasser der Bewertung auf, sofern dessen Identität bekannt ist. Entschuldigen Sie sich für Fehler und Unstimmigkeiten, sofern es zu solchen gekommen sein sollte. Kommen Sie dem Kunden entgegen. Lassen Sie sich jedoch nicht erpressen.
  4. Nehmen Sie zeitnah Kontakt zu dem Portal auf, auf dem die Bewertung veröffentlicht wurde, wenn die Bewertung anonym abgegeben wurde. Stellen Sie den Sachverhalt aus ihrer Sicht dar und bitten um Abhilfe innerhalb einer angemessenen Frist (ca. 14 Tage).
  5. Dokumentieren Sie die Bewertung in Form eines Screenshots und übermitteln die Angelegenheit im letzten Schritt an einen Anwalt, wenn die Maßnahmen Nummer 1 bis Nummer 4 nicht zur Lösung führen. 

Ja, viele Beispiele aus unserer Praxis zeigen, dass man seine Anliegen gegenüber Google mit der richtigen Herangehensweise durchsetzen kann. Sind Bewertungen rechtswidrig oder strafbar, dann muss auch der Riese Google sich deutschem Recht beugen. Man benötigt nur Ausdauer und einen spezialisierten Rechtsanwalt, der bereits viel Erfahrung mit Google gesammelt hat. 

Wie dies in der Praxis aussehen kann, zeigt dieses Beispiel eines Arztes "Google Bewertung löschen lassen - Anleitung für Ärzte - wenn der Bewerter kein Patient war".

Einen echten Fall dazu finden Sie auch hier "Google nimmt Berufung zurück - Bewertung ohne Text-Urteil". Diesem Arzt konnten wir gegenüber Google zu seinem Recht verhelfen, so dass das Unternehmen eine 1-Sternbewertung ohne weiteren Text löschen musste.

Es ist möglich, auch gegen Bewertungen vorzugehen, die keinen Text bzw. Erfahrungsbericht zum Inhalt haben und nur aus beispielsweise einem Stern bestehen.

Dies ist vor allen Dingen möglich, wenn die Bewertung von Nutzern abgegeben wurde, die keinen Kontakt zu dem bewerteten Unternehmen, Arzt oder Geschäft hatten. Das muss man Google mitteilen.

Beispiel:
Unsere Kanzlei hat Google vor einigen Jahren verklagt, weil ein Arzt mit einer reinen 1-Stern-Bewertung ohne weitere Fließtext über Google bewertet wurde. Der Bewerter benutzte ein Pseudonym. Es war unbekannt, von wem die Bewertung abgegeben wurde. Google wollte nicht überprüfen, ob der Bewerter tatsächlich Patient in der Praxis unseres Mandanten gewesen ist. Das Landgericht Lübeck urteilte, dass eine schlechte Bewertung ohne Tatsachengrundlage immer eine Persönlichkeitsrechtsverletzung darstelle und verurteilte Google zur Entfernung der Bewertung, LG Lübeck, 9 O 59/17, Urteil vom 13.06.2018. Das Urteil finden Sie im Volltext hier: Urteil: Google muss Ein-Stern-Bewertung löschen

Google überprüft die Beschwerden gegen Bewertungen auf Google My Business und bittet die Verfasser der Bewertungen um Mithilfe, wenn es zu einer Beanstandung der Bewertung durch das betroffene Unternehmen kommt. Im ersten Schritt kontaktiert Google die Bewerter und erklärt, dass der Beschwerdeführer behauptet, durch die Bewertung in seinen Rechten verletzt worden zu sein. Einen Auszug der Beschwerde fügt Google der Nachricht an den Bewerter bei. Google bittet im Anschluss den Verfasser der Bewertung innerhalb von sieben Kalendertagen darzulegen, inwiefern die vom Beschwerdeführer behauptete Rechtsverletzung nicht vorliegt.

Google möchte von dem Bewerter die Hintergründe der Bewertung erfahren und bittet auch um die konkrete Nennung des Zeitraums, in dem die in der Bewertung beschriebenen Erfahrungen gemacht wurden. Auch soll der Bewerter Nachweise übermitteln, die den Kontakt zu dem bewerteten Unternehmen darlegen. Dies können Rechnungen, Lieferscheine, Terminkarten, Eintragungen auf Bonuskarten, Rezepte o. ä. Nachweise sein. Google weist auch darauf hin, dass die Daten geschwärzt werden können.

Zudem bittet Google die Rezensenten, bei denen behauptet wird, dass sie kein Kunde oder Patient gewesen seien, den richtigen Namen mitzuteilen bzw. Nachweise für die tatsächlichen Hintergründe der Bewertung zu übermitteln.

Abschließend weist Google darauf hin, dass der jeweilige Erfahrungsbericht unter Umständen entfernt werden muss, wenn der Verfasser der Bewertung weder die konkreten Hintergründe nennt, noch entsprechenden Nachweise übermittelt oder der Weiterleitung der Stellungnahme unter Nachweise widerspricht:

Sollten wir innerhalb von sieben (7) Kalendertagen keine Antwort von Ihnen erhalten, Sie keine konkreten Hintergründe für Ihre Bewertung mitteilen bzw. keine Nachweise überlassen oder einer Weiterleitung Ihrer Stellungnahme und ggf. überlassener Nachweise widersprechen, werden wir Ihren Erfahrungsbericht unter Umständen leider entfernen müssen

Wenn Sie bewertet wurden, können Sie auch direkt mit einem Rechtsanwalt gegen falsche, strafbare und rechtswidrige Google Bewertungen vorgehen. Sie müssen nicht zuerst versuchen, die Bewertung selbst löschen zu lassen. Keinesfalls müssen Sie einen Kommentar auf die Bewertung abgeben. Hiervon raten wir drigend ab.

Viele Unternehmer und Selbständige haben überhaupt keine Zeit und keine Lust, sich selbst mit Google auseinanderzusetzen. Insbesondere wenn man eine schnelle Löschung der rechtswidrigen, falschen oder strafbaren Bewertung erreichen möchte, macht es Sinn direket einen spezialisierten Rechtsanwalt einzuschalten. Unsere Erfahrung zeigt, dass Google auf anwaltliche Löschanträge in der Regel schneller reagiert, als auf die selbstgestellten Löschanträge. Wenn Google auf unseren Löschantrag nicht reagiert oder die Löschung der rechtswidrigen Bewertung verweigert, können wir als nächstes Mittel Google anwaltlich abmahnen. Reagiert Google auch auf die Abmahnung nicht, kann man direkt ins gerichtliche Verfahren (einstweilige Verfügung oder Klage) übergehen.

Die Kanzlei gulden röttger rechtsanwälte vertritt seit Jahren eine Vielzahl von Selbstständigen, Dienstleister, Unternehmen, Firmen und Shops, die gegen falsche und negative Google Bewertungen ankämpfen. Wenn Sie anwaltliche Hilfe suchen, können Sie sich jederzeit direkt mit uns in Verbindung setzen. Wir helfen Ihnen.

Es besteht ein Recht auf Löschung der Google Bewertung, wenn eine Rechtsverletzung vorliegt. Es gibt zahlreiche Rechtsverletzungen, die dazu führen, dass die Bewertung gelöscht werden muss.

Am häufigsten kommt es vor, dass die Bewertung gelöscht werden muss, weil der Bewerter lügt. Juristen sprechen dann von der Behauptung und Verbreitung unwahrer Tatsachenbehauptungen. Das kann sogar strafbar sein, wenn der Bewerter ganz bewusst unwahre Dinge verbreitet, um dem betroffenen Unternehmen zu schaden, vgl. §§ 185 ff Strafgesetzbuch.

Es darf nicht beleidigt (§ 185 Strafgesetzbuch) werden und es soll auch niemand verleumdet (§ 186 Strafgesetzbuch) werden. Auch die Üble Nachrede (§ 187 Strafgesetzbuch) kann strafbar sein. 

Eine Rechtsverletzung liegt bspw. auch vopr, wenn die Bewertung von einer Person geschrieben wird, die nie Kontakt zu dem bewerteten Unternehmen hatte.

Man kann die Google Bewertung auch "anfechten", wenn die Bewertung einzig und allein dazu dient, das bewertete Unternehmen schlecht zu machen. Man spricht dann auch von einer Schmähkritik.

Zuletzt erkennt auch Google ein Recht auf Löschung, wenn gegen die Google Rezensionsrichtlinien verstoßen wird. Die Google Richtlinien sind größtenteils mit unseren Gesetzen deckungsgleich. Das bedeutet: Liegt ein Verstoß gegen unsere Gesetze vor, dann wäre dies auch ein Verstoß gegen die Rezensionsrichtlinien. Teilweise gehen die Google Richtlinien sogar weiter als unsere Gesetze. So will Google bspw. keine Vulgärsprache in den Bewertungen sehen - zum Schutze der Kinder und Jugend.

Google bietet jedem Nutzer die Möglichkeit, ein "Local-Guide" zu werden. Google erklärt sehr genau, wie man ein Local-Guide werden kann und auch, was der Local-Guide alles darf.

"Wer ist als Local Guide qualifiziert?"

Local Guide Bewertungen sind Bewertungen von Google-Nutzern, die bereits viele Bewertungen abgegeben haben.

Voraussetzungen für die Teilnahme am Local Guides-Programm laut Google:

"Sie besitzen ein gültiges Google-Konto.
Sie haben das 18. Lebensjahr vollendet.
Sie haben sich für die Teilnahme am Programm registriert.
Google will nur private Locals.

"Organisationen, Marken und Unternehmen sind von der Teilnahme an diesem Programm ausgeschlossen. Wenn Sie kostenpflichtige Dienstleistungen erbringen, zum Beispiel als zertifizierter Street View-Fotograf, dürfen Sie diese Dienstleistungen nicht zusammen mit Ihrer Tätigkeit als Local Guide anbieten."

Die Bewertungen von "Local-Guides" werden optisch hervorgehoben und dürften eine höhere Reichweite haben als die Bewertungen der "normalen" Nutzer. Dies lässt Google durchblicken:

Von Zeit zu Zeit kann Google nach alleinigem Ermessen Ihre Mitgliedschaft im Programm hervorheben, indem beispielsweise Local Guide-Logos oder -Symbole in Ihr Profil oder in Ihre Beiträge aufgenommen werden. 

UND: Außerdem werden Sie und Ihre Inhalte unter Umständen in anderen Kanälen in Bezug auf Google und dessen Tochtergesellschaften oder Partner präsentiert.

In rechtlicher Hinsicht gilt für die Google-Local-Guide Bewertungen nichts anderes als auch für die “normalen“ Google-Bewertungen. Google-Local-Guide-Bewertungen werden gelöscht, wenn der Local-Guide kein Kunde oder Patient des Unternehmens oder der Praxis gewesen ist, die er bewertet hat. Zudem wird die Bewertung des Local-Guide gelöscht, wenn der Local-Guide unwahre Tatsachenbehauptungen in der Bewertung verbreitet. Zudem werden die Bewertungen gelöscht, wenn sich der Local Guide in der Bewertung strafbar äußert. Beispiele:

Beleidigung: "Halsabschneider", "A……," "Drecksack", "Keimzelle für Krankheiten", "Nazi", "Schlachter"
Verleumdung: "es werden Plagiate verkauft", "der Arzt rechnet Leistungen ab, die er nicht erbracht hat"
oder üble Nachrede: "ich gluabe, die Hygienevorschriften werden nicht eingehalten", "ich glaube der Goldhändler zahlt nicht den wahren Gegenwert aus"
Auch Google will, dass sich die Local-Guides benehmen und teilt ausdrücklich mit, was die Guides nicht dürfen:

"Verleumdung, Beleidigung, Belästigung, Stalking, Bedrohung oder andere Verletzungen der Rechte Dritter (einschließlich Persönlichkeitsrechten);personenbezogene Daten anderer Nutzer anforderst oder erfasst.
das Hochladen, der Versand, die Übertragung oder die Veröffentlichung gesetzeswidriger, unangemessener, verleumderischer oder anstößiger Inhalte oder Nachrichten per E-Mail oder auf anderem Weg;
Hausfriedensbruch oder jeglicher Versuch, sich unberechtigt oder unerlaubt Zugang zu fremdem Eigentum oder Orten zu verschaffen;
das Hochladen, der Versand oder die Veröffentlichung von kommerziellen oder Werbemitteilungen, Schneeballsystemen oder sonstigen störenden Mitteilungen;
betrügerisches Auftreten als eine andere Person oder ein Unternehmen;
Anstiftung oder Anleitung zu Straftaten;
Anstiftung zu körperlicher Gewalt gegen Personengruppen oder Einzelpersonen;
die Übertragung von Viren, Würmern, Defekten, Trojanischen Pferden oder anderen schädlichen Elementen; sowie
die Einsendung fingierter, gefälschter oder unangemessener Rezensionen, Änderungen oder Entfernungen."

Ja. Der Local Guide kann einen Alias / Pseudonym als Namen verwenden. Dies sehen die Nutzungsbedingungen von Google vor. Auch der Name für Ihr Gmail-Konto kann geändert werden.

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